Mitarbeiter des Staatlichen Ermittlungsbüros haben gemeinsam mit dem Sicherheitsdienst der Ukraine einen Offizier der Mobilisierungsabteilung eines der regionalen Rekrutierungs- und Sozialzentren in der Region Tschernihiw entlarvt. Er steht im Verdacht, die Registrierung von Wehrpflichtigen manipuliert und ein Korruptionssystem zur Umgehung der Mobilmachung organisiert zu haben.
Den Ermittlungen zufolge bot der Beamte seinem Bekannten Hilfe bei der Umgehung des Wehrdienstes an und nutzte dabei seine offizielle Position und informelle Verbindungen, um die Entscheidung der militärmedizinischen Kommission zu beeinflussen. Konkret versprach er, eine Stellungnahme der Kommission zu erwirken, die den Mann als bedingt wehrdiensttauglich einstufen würde.
Dieser Status ermöglicht es Ihnen, einer Zuteilung zu Kampfeinheiten und Einheiten, die direkt im Kampfgebiet eingesetzt werden, zu entgehen. Der Offizier forderte 2.500 US-Dollar für die „Lösung des Problems“.
Die Strafverfolgungsbehörden nahmen ihn bei einer weiteren Geldüberweisung fest – im Moment der Annahme eines Bestechungsgeldes. Gegen den Angeklagten wurde Anklage wegen Beihilfe zur Annahme eines unrechtmäßigen Vorteils durch einen Amtsträger gemäß Artikel 27 Absatz 5 und Artikel 368 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches erhoben.
Der im Artikel vorgesehene Strafrahmen sieht eine Freiheitsstrafe von fünf bis zehn Jahren, ein Berufsverbot und die mögliche Einziehung von Vermögen vor. Das Gericht hat bereits Untersuchungshaft für den Verdächtigen angeordnet.
Im Rahmen der Voruntersuchung prüfen die Ermittler, ob weitere CCC-Beamte und Mitglieder militärischer medizinischer Kommissionen in ähnliche Vorfälle verwickelt waren, insbesondere bei der Annahme von „notwendigen“ medizinischen Schlussfolgerungen.
Das regionale Krisenkontrollkomitee (CCC) von Tschernihiw und die Gemeinsame Kommission reagierten öffentlich auf die Situation. Sie erklärten, Korruption werde nicht toleriert, und betonten, dass solche Handlungen die Streitkräfte diskreditieren und das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben. Die Behörde sicherte ihre Unterstützung bei den Ermittlungen zu und rief die Bürger auf, bekannte Fälle von Missbrauch zu melden.

