In der Region Tscherniwzi verschwieg ein Stadtratsmitglied und Landwirt einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest, dem über 100 Tiere zum Opfer fielen. Anstatt die zuständigen Behörden zu informieren, ordnete er an, die Kadaver direkt auf dem Hof zu vergraben.
Laut Angaben der Strafverfolgungsbehörden starben die Schweine im September/Oktober 2025 an der Afrikanischen Schweinepest. Die Kadaver wurden nicht geborgen, sondern illegal und ohne Einhaltung der veterinärmedizinischen und hygienischen Vorschriften vergraben. Mitarbeiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes und der Polizei entdeckten die illegale Vergrabung, sicherten biologisches Material für Laboruntersuchungen und bestätigten den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest.
Um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern, mussten weitere 80 Schweine getötet werden. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Tiere ohne tierärztliche Dokumente, Transportgenehmigungen und Quarantänebestimmungen auf den Hof gebracht worden waren, wodurch die Voraussetzungen für einen Massenausbruch geschaffen wurden.
Dem Abgeordneten wurde ein Verdacht gemäß Artikel 251 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Verstoß gegen Veterinärvorschriften mit schwerwiegenden Folgen) zur Last gelegt. Ihm drohen eine Geldstrafe von bis zu 68.000 UAH, ein bis zu fünfjähriges Berufsverbot oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

