In Winnyzja vereitelte der ukrainische Sicherheitsdienst einen von russischen GRU-Agenten geplanten Terroranschlag. Die Angreifer – zwei Frauen aus der Region Kiew und ein Einwohner von Winnyzja – handelten auf Anweisung Moskaus und planten, ein ukrainisches Militärfahrzeug und anschließend das Gebäude der örtlichen Polizeiwache in die Luft zu sprengen.
Dies teilte der Pressedienst des SBU mit.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Feind den ukrainischen Soldaten mithilfe eines ferngesteuerten Sprengsatzes töten wollte. Der als Thermoskanne getarnte Sprengsatz sollte nach einem Anruf auf ein verbundenes Mobiltelefon gezündet werden.
Während einer der Agenten eine SVP (Self-Vessel Prediction) baute und sie mit Schrauben füllte, um maximalen Schaden anzurichten, bereiteten die anderen den Tatort vor. Bei der Installation einer Überwachungskamera in der Nähe der Anlage gerieten die Saboteure in die Hände des Gegenspionagedienstes.
Zwei Frauen aus der Region Kiew wurden über Telegram angeworben, wo ihnen „schnelles Geld“ für die Erledigung bestimmter Aufgaben versprochen wurde. Nach der Anwerbung schickten russische Kontaktpersonen sie nach Winnyzja, wo sie auf eigene Kosten eine Wohnung mieteten. Anschließend erhielten sie die Koordinaten eines Verstecks, aus dem sie zwei improvisierte Sprengsätze entnahmen.
Ein 33-jähriger Anwohner war ebenfalls in den Fall verwickelt – er war an der technischen Herstellung des Sprengstoffs beteiligt. Auf Anweisung der Kuratoren bereitete er die Füllung für den Terroranschlag vor.
Nach der Sprengung des Wagens mit dem Soldaten bereiteten die Besatzer einen zweiten Anschlag vor – diesmal in der Nähe des Polizeipräsidiums. Doch der Gegenspionagedienst hatte bereits proaktiv gehandelt: Drei Verdächtige wurden festgenommen und der SVP beschlagnahmt.
Alle Beteiligten wurden bereits gemäß Artikel 111 Absatz 2 des ukrainischen Strafgesetzbuches wegen Hochverrats unter Kriegsrecht angeklagt. Die Strafe ist lebenslange Haft mit Einziehung des Vermögens.
Bei den Durchsuchungen fanden sie Telefone mit Korrespondenz zu Vertretern russischer Geheimdienste sowie die Geräte selbst, die sofort einsatzbereit waren.

