In der Osternacht, dem 20. April, könnte die russische Armee einen weiteren massiven Raketenangriff auf die Ukraine starten. Dies erklärte der Militärexperte Oleg Schdanow im chinesischen Staatssender TSN. Laut Schdanow sei es derzeit unmöglich, die Aktionen des Gegners genau vorherzusagen, die Bedrohung sei jedoch real.
„Sie und ich können nicht einmal vorhersagen, wie die Nacht verlaufen wird. Wird die strategische Luftfahrt starten oder nicht? Wir können es grob sagen, aber leider können wir nicht garantieren, dass dies nicht passieren wird“, betonte der Experte.
Zhdanov merkte an, dass der Feind in den Nächten zuvor aktiv Streumunition vom Typ Iskander und Kamikaze-Drohnen vom Typ Shahed eingesetzt habe, die bis in die Morgenstunden ukrainische Städte angriffen.
In diesem Zusammenhang riet der Experte den Ukrainern dringend, Luftschutzsirenen nicht zu ignorieren, große Menschenansammlungen zu meiden und sich im Voraus zu überlegen, wo sie im Gefahrenfall Schutz suchen könnten:
„Wenn du irgendwohin gehst, musst du in verschiedene Richtungen schauen und überlegen, wo du dich verstecken kannst“, riet er.
Zhdanov wies zudem auf die technischen Einschränkungen der russischen strategischen Luftfahrt hin. Seinen Angaben zufolge können die Flugzeuge nicht mehr wie früher große Munitionspakete an Bord transportieren:
„Maximal zwei Raketen pro Flugzeug. Bis zu 30 Raketen ist wahrscheinlich die Menge, die der Feind bei einem Angriff in die Luft bringen kann. Das letzte Mal, als sie acht Raketen in die Luft brachten, war im Winter 2022/23.“.
Daher sollten Ukrainer an Ostern besonders wachsam sein. Selbst wenn es nicht zu einem Anschlag kommt, bleibt die Gefahr bestehen, und jede Warnung ist möglicherweise mehr als nur eine Formalität.

