Es wird erwartet, dass der Ukraine die Munition ausgeht und sie im Krieg mit Russland auf Monate hinaus ständig im Rückstand sein wird, bis der Westen sich bereit erklärt, weitere Schritte zur Unterstützung Kiews zu unternehmen.
Dies erklärte der Chef des britischen Verteidigungsstabes, Tony Radakin.
Bei einer Konferenz in London vermied der Admiral eine direkte Stellungnahme zum französischen Vorschlag, westliche Bodentruppen in der Ukraine einzusetzen, wies aber auf die dringende Notwendigkeit verstärkter industrieller Unterstützung hin.
Der Militärchef merkte an, dass die ukrainische Armee vor Ort mit einer schwierigen Lage konfrontiert sei, da es ihr an Munition und Nachschub mangele. Dies sei auf die Aussetzung der US-Militärhilfe durch die Republikaner im Kongress zurückzuführen, während Europa die entstandene Lücke bisher nicht schließen konnte.
Radakin merkte an, dass die NATO-Verbündeten über eine verstärkte Unterstützung für die Ukraine beraten. Neue Stellungnahmen werden im Vorfeld des NATO-Gipfels im Juli in Washington erwartet.
Den ukrainischen Verteidigern fehlt es an Artilleriegranaten, was die Lage an der Front unmittelbar beeinträchtigt. Aufgrund der schwierigen Situation mussten sie sich kürzlich aus Awdijiwka zurückziehen.
Zur Erinnerung: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba erklärte, Kiew hätte Awdijiwka nicht verloren, wenn die Alliierten rechtzeitig Artilleriegranaten geliefert hätten.
Zuvor hatte die britische Regierung die Zuteilung eines Munitionspakets im Wert von 245 Millionen Pfund angekündigt, das für den Krieg der Ukraine gegen Russland von entscheidender Bedeutung ist.

