Selenskyj bestätigte seine Bereitschaft zu Verhandlungen mit Putin in der Türkei

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gab bekannt, dass er mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Diktator Wladimir Putin telefoniert habe. Hauptthema der Gespräche war ein mögliches Ende des Krieges und eine diplomatische Beilegung des Konflikts.

Laut dem türkischen Präsidenten fand das Gespräch mit Putin am 11. Mai statt. Dabei ging es insbesondere um die Einstellung der Kampfhandlungen. Am darauffolgenden Tag, dem 12. Mai, telefonierte Erdoğan mit Selenskyj. Der türkische Präsident betonte, Ankara sei bereit, als Vermittler in den Friedensgesprächen aufzutreten.

„Wir haben gerade Gespräche mit Herrn Selenskyj geführt. Wir haben letzte Woche auch mit Herrn Trump darüber gesprochen. Die Türkei ist bereit, durch Diplomatie dazu beizutragen, das Blutvergießen zu beenden“, sagte Erdoğan.

Er erinnerte auch an den März 2022, als die Parteien, in seinen Worten, kurz vor dem Frieden standen, die Abkommen aber aufgrund der Intervention von „Warlords“ scheiterten. Nun bestehe die Möglichkeit, den Verhandlungsprozess in Istanbul wieder aufzunehmen, und die Türkei sei bereit, die Parteien am Verhandlungstisch willkommen zu heißen.

Selenskyj bestätigte diese Informationen und machte seine Position öffentlich.

„Wir haben wichtige Details des Treffens in der Türkei besprochen, die zur Beendigung des Krieges beitragen könnten. Ich bin dankbar für die Unterstützung und die Bereitschaft, die Diplomatie auf höchster Ebene zu fördern. Wir sehen weiterhin die Notwendigkeit eines Waffenstillstands“, schrieb der ukrainische Präsident.

Er wies zudem darauf hin, dass die Partner die Einhaltung der Waffenruhe überwachen sollten, und bestätigte, dass die Ukraine zu direkten Gesprächen mit Putin bereit sei. Selenskyj betonte die Bedeutung internationaler Einigkeit in Fragen der langfristigen Sicherheit.

Darüber hinaus äußerte sich das Staatsoberhaupt zu Donald Trumps möglichem Besuch in der Türkei. Seiner Meinung nach handele es sich dabei um „sehr wichtige Worte“, die die Grundlage für einen diplomatischen Durchbruch bilden könnten.

Zur Erinnerung: Die Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands in Istanbul sind für den 15. Mai angesetzt, und die Türkei bereitet sich aktiv auf den Empfang der Delegationen vor. Ankara besteht auf der Teilnahme des ukrainischen Verteidigungsministers Rustam Umerov; die endgültige Zusammensetzung der ukrainischen Delegation wird noch diskutiert.

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