Selenskyj: Die Ukraine wird definitiv nicht verlieren und ihre Gebiete nicht aufgeben

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine werde den Krieg nicht verlieren und ihn siegreich beenden. In einem Interview in Kiew betonte er, Zugeständnisse, die einen Truppenabzug aus den kontrollierten Gebieten des Donbass, Cherson oder Saporischschja beinhalten, seien inakzeptabel.

Laut Staatschef würde der Abzug ukrainischer Streitkräfte aus strategisch wichtigen Gebieten nicht nur einen Gebietsverlust bedeuten, sondern auch eine Schwächung der Position des Landes und eine faktische Ablehnung Hunderttausender dort lebender Bürger. Selenskyj betonte, ein solcher Schritt würde die Gesellschaft spalten und einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen.

Der Präsident erklärte außerdem, Wladimir Putin habe bereits den Dritten Weltkrieg begonnen, der nur durch verstärkten militärischen und wirtschaftlichen Druck gestoppt werden könne. Seiner Ansicht nach brauche Russland eine Pause, um seine Kräfte wiederzuerlangen, woraufhin die Aggression fortgesetzt werden könne.

Gleichzeitig wies Selenskyj die Behauptung, die Niederlage der Ukraine sei unvermeidlich gewesen, kategorisch zurück. Er betonte, ein Sieg bedeute nicht nur die Rückkehr zum normalen Leben und ein Ende der Morde, sondern auch die Beseitigung der globalen Bedrohung durch den Kreml. Er bezeichnete die Rückkehr zu den Grenzen von 1991 als Sieg der Gerechtigkeit, räumte aber ein, dass dies eine Frage der Zeit und der Ressourcen sei.

Donald Trumps Position hinsichtlich der Notwendigkeit rascher Verhandlungen. Laut Selenskyj sollten Sicherheitsgarantien für die Ukraine institutionell verankert und in einem Beschluss des US-Kongresses festgeschrieben werden, denn Präsidenten wechseln, Institutionen bleiben bestehen.

Bezüglich der für 2024 geplanten Wahlen merkte Selenskyj an, dass diese erst nach Erhalt konkreter Sicherheitsgarantien und einer entsprechenden Gesetzesänderung stattfinden könnten. Er betonte, dass die Wahlen in erster Linie für das ukrainische Volk legitim sein müssten.

Der Präsident erwähnte außerdem die Notwendigkeit, Lizenzen für die Waffenproduktion, insbesondere für Raketen für Patriot-Luftverteidigungssysteme, zu erwerben, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu stärken. Seinen Angaben zufolge zählt die Luftverteidigung weiterhin zu den schwierigsten Herausforderungen.

Selenskyj betonte, dass der Krieg ein vielschichtiger Prozess sei, in dem die Ukraine parallel einen diplomatischen und einen militärischen Kampf führe. Er bezeichnete es als Hauptziel, Putin zu stoppen und eine weitere Eskalation zu verhindern.

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