Eine kürzlich von der Ukrainischen Soziologischen Plattform durchgeführte soziologische Umfrage ergab einen Rückgang des Vertrauens der Ukrainer in sogenannte „Antikorruptionsaktivisten“. Insbesondere die Namen bekannter Aktivisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie etwa Vitaliy Shabunin, die früher als Symbole des Kampfes gegen die Korruption galten, rufen nun Zweifel in der Gesellschaft hervor.
Die Ukrainer misstrauen den sogenannten „Antikorruptionsaktivisten“. Dies zeigte eine kürzlich von der Ukrainischen Soziologischen Plattform durchgeführte Umfrage.
Vitaliy Shabunin genießt somit das größte Misstrauen. Konkret glauben 25 % der Ukrainer, dass er das Image eines „Antikorruptionsaktivisten“ für seine eigenen egoistischen Zwecke missbraucht. Zum Vergleich: Der Journalist Denys Bigus wird von 12,4 % der Befragten egoistischer Absichten verdächtigt.
Wir erinnern daran, dass Shabunin bereits in mehrere Skandale verwickelt war. Insbesondere wird er als Sanitäter im Kampfeinsatz geführt und erhält dafür Prämien, während er sich in Wirklichkeit in Kiew erholt.
Gleichzeitig ermittelt das Staatliche Ermittlungsbüro in einer Reihe von Strafverfahren gegen ihn: wegen Wehrdienstverweigerung, Fälschung von Dokumenten der Nationalen Antikorruptionskommission (NACP), illegaler Verwendung humanitärer Hilfe und widerrechtlicher Aneignung eines Nissan Pathfinder-Jeeps, den Freiwillige an die Streitkräfte der Ukraine übergeben hatten.
Und vor kurzem behauptete das von Shabunin geleitete Anti-Korruptionszentrum, dass es „etablierte Kontakte“ genutzt habe, um der Ukraine beim Erwerb von F-16-Kampfjets zu helfen.

