In der Ukraine sind während des Kriegsrechts Wehrpflichtige verpflichtet, Wehrpflichtregister zu führen. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, kann auf die Fahndungsliste des Territorialen Rekrutierungs- und Sozialzentrums (TCS) gesetzt werden. Yaroslav Zvonenko, Anwalt für Militärrecht in der Kanzlei „Prykhodko und Partner“, erläuterte gegenüber RBC-Ukraine die Hauptgründe für eine solche Aufnahme und wie man dies vermeiden kann.
Warum können sie auf die Fahndungsliste gesetzt werden?
Der Anwalt erklärte, die Hauptgründe für eine Fahndungsmitteilung seien:
- Nichterscheinen nach Vorladung. Erscheint eine Person nicht nach Vorladung beim CCC, ist dies ein Grund für die Aufnahme in die Fahndungsliste.
- Verweigerung einer militärärztlichen Untersuchung. Wenn eine Person ohne triftigen Grund eine ärztliche Untersuchung verweigert, kann dies ebenfalls ein Grund für eine Durchsuchung sein.
- Fehlende Aktualisierung der Militärregistrierungsdaten. Können das CCC und das SP keine aktuellen Daten über eine Person aus den staatlichen Registern abrufen und aktualisiert die Person diese Daten nicht selbstständig, kann dies eine Durchsuchung zur Folge haben.
Wie Zvonenko erläutert, wird eine Person zunächst intern im Zentralen Ermittlungszentrum (ZVZ) auf eine Fahndungsliste gesetzt. Sollte sich die Situation dadurch nicht klären lassen, erstattet das ZVZ Anzeige bei der Nationalpolizei, und die Person wird zur Verwaltungsfahndung ausgeschrieben. Bei Nichterscheinen nach Erhalt einer Vorladung kann die Person gemäß Artikel 336 des ukrainischen Strafgesetzbuches zur Strafverfolgung ausgeschrieben werden.
Wie man sich von der Fahndungsliste des CCC entfernen lässt
Zvonenko rät, dass der schnellste Weg zur Lösung dieses Problems darin besteht, sich freiwillig an das CCC zu wenden, wo man die Gründe für die Abwesenheit oder die Nichterfüllung der Pflichten erläutern kann.
„Es ist ratsam, Dokumente mitzuführen, die Ihre Identität und die Gründe für Ihre Abwesenheit bestätigen, beispielsweise ärztliche Atteste oder Sterbeurkunden von Angehörigen“, fügt der Anwalt hinzu. Er empfiehlt außerdem, sich anwaltlich beraten zu lassen, um sich vor möglichen unrechtmäßigen Handlungen des CCC zu schützen.
Lässt sich die Situation nicht einvernehmlich lösen, kann der Bürger gegen die Maßnahmen des CCC vor Gericht Berufung einlegen. Dies ist möglich, wenn er keine Vorladung erhalten hat oder ihm ein Rechtsgrund für eine Vertagung vorlag.
Mobilisierung und wiederholte Vorladungen
Es ist zu beachten, dass in der Ukraine keine Beschränkungen für die erneute Zustellung von Vorladungen bestehen. Bei Nichterscheinen zu vorherigen Vorladungen können diese erneut zugestellt werden, und jede neue Vorladung erneuert die Pflicht, vor dem CCC zu erscheinen. Erscheint die Person nicht, wird eine Geldstrafe verhängt.
Das Präsidialamt bestätigte kürzlich, dass das Problem der sogenannten „Busifizierung“ von Wehrpflichtigen weiterhin besteht. Der Generalstab und andere Institutionen arbeiten an einer Lösung und versuchen, die Zahl solcher Fälle zu reduzieren.

