Die ukrainische Regierung hat ihre Bereitschaft erklärt, sich gegebenenfalls an die Werchowna Rada zu wenden, um die Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte in der zweiten Jahreshälfte zu erhöhen.
Ministerpräsident Denys Schmyhal gab dies während der Fragestunde im Parlament bekannt. Seinen Angaben zufolge werde die Regierung gemeinsam mit dem Finanzministerium einen begründeten Bedarf an zusätzlichen Mitteln prüfen und der Werchowna Rada einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten, falls das Militärkommando diesen vorlege.
„Wenn die Streitkräfte der Ukraine dies benötigen, werden wir alle ihre Berechnungen sorgfältig prüfen, uns mit dem Finanzministerium abstimmen und gegebenenfalls das Parlament um die Höhe der Unterstützung für die Streitkräfte bitten“, bemerkte Schmyhal.
Finanzminister Serhij Martschenko betonte seinerseits, dass es sich um überhöhte Ausgaben aufgrund des Kriegsbedarfs handele, insbesondere für den Kauf von Waffen und Ausrüstung. Laut seinen Angaben würden diese Ausgaben aus staatlichen Mitteln gedeckt.
„Wir gehen aber in keiner Weise von einer Steuererhöhung aus“, fügte der Minister hinzu.
Es wird erwartet, dass alle Entscheidungen hinsichtlich möglicher Budgetanpassungen unter Berücksichtigung des tatsächlichen Bedarfs der Streitkräfte und der verfügbaren finanziellen Ressourcen getroffen werden.

