Die Ukraine erarbeitet umfassende Lösungen zur Reduzierung von Konflikten um territoriale Rekrutierungszentren und zum Problem der unerlaubten Truppenentlassung. Dies erklärte Fedir Venislavsky, Mitglied des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit und Verteidigung der Fraktion „Diener des Volkes“.
Seinen Angaben zufolge zählt die Mobilmachung derzeit zu den wichtigsten Prioritäten des Staates. Sie wurde wiederholt auf höchster Ebene, insbesondere unter Beteiligung des ukrainischen Präsidenten und des neuen Verteidigungsministers, angesprochen. Ziel ist es, die Vorgehensweise bei Mobilmachungsprozessen zu verändern und die durch die Aktivitäten des Zentralkomitees der Ukraine (CCK) entstehenden sozialen Spannungen abzubauen.
Venislavsky merkte an, dass in nichtöffentlichen Sitzungen des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Verteidigung der Werchowna Rada bereits Wege aus Krisensituationen erörtert wurden. Dies umfasse nicht nur die Arbeit der regionalen Rekrutierungszentren, sondern auch die Regelung von Fragen im Zusammenhang mit der unerlaubten Entlassung von Einheiten und der anschließenden Rückkehr der Soldaten in den Dienst.
Er betonte außerdem, dass der Verteidigungsminister direkt in den Umsetzungsprozess der Änderungen eingebunden sei. Es werde ein einheitliches Konzept entwickelt, das die Mobilisierung im Allgemeinen umfassen solle – von der Kommunikation mit den Bürgern bis hin zu praktischen Entscheidungen über die Personalstärke der Kampfeinheiten.
Der Abgeordnete berichtete außerdem, dass eine Entscheidung über eine Verschiebung der Vertragslaufzeit für 18- bis 25-jährige Vertragsarbeiter, die ihre Vertragslaufzeit bereits abgeleistet haben, nächste Woche erwartet wird.
Gleichzeitig betont das Militärkommando, dass Soldaten, die nach Verlassen ihrer Einheit zurückkehren, vorrangig Einheiten in den schwierigsten und gefährlichsten Frontabschnitten zugeteilt werden. Dieser Ansatz ermöglicht laut Kommando eine schnelle Verstärkung der Kampfkraft dort, wo sie dringend benötigt wird.
Gleichzeitig weisen die Streitkräfte darauf hin, dass die massenhafte Rückkehr von Militärangehörigen von der Nordostfront die Lage auf dem Schlachtfeld erheblich verändern könnte. Laut Kommandeuren hätte die ukrainische Armee bei der Rückkehr einer signifikanten Anzahl dieser Kämpfer die Möglichkeit, sowohl aktiver anzugreifen als auch den Feind effektiver abzuschrecken.

