In Mykolajiw nahmen Polizeibeamte zwei Männer fest, die verdächtigt wurden, von einem Anwohner 7.000 Dollar erpresst zu haben, berichtete die Regionalpolizei.
Den Ermittlungen zufolge verlangte der 50-Jährige zunächst 5.000 Griwna vom Opfer, später wuchs die „Schuld“ jedoch auf mehrere tausend Dollar an. Er drohte mit körperlicher Gewalt und erklärte, er werde das Auto seiner Frau, das die Klägerin nutzte, verkaufen, wenn er das Geld nicht erhalte. Zur Umsetzung des Plans beauftragte er einen 44-jährigen Bekannten.
Während des Treffens mit dem Opfer begannen die Verdächtigen, den Mann zu schlagen und ihn mit einer Waffe zu bedrohen. Einer von ihnen feuerte sogar mehrere Schüsse in die Luft ab und richtete anschließend eine Waffe auf das Opfer. An diesem Punkt griffen Polizeiermittler und Spezialkräfte ein und nahmen die Angreifer fest.
Beide Männer wurden gemäß Artikel 208 der ukrainischen Strafprozessordnung in Gewahrsam genommen. Die Ermittler erhoben in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Anklage nach Artikel 189 Teil 4 des ukrainischen Strafgesetzbuches – Erpressung durch eine Gruppe von Personen unter Anwendung von Gewalt und Drohungen in Kriegszeiten. Die Strafe sieht bis zu 12 Jahre Haft mit Vermögensbeschlagnahme vor.
Das Gericht hat bereits angeordnet, dass die Verdächtigen ohne Kaution in Untersuchungshaft bleiben. Die Polizei ermittelt wegen ihrer möglichen Beteiligung an weiteren ähnlichen Verbrechen.
Die Ermittlungen dauern an.