Das Bezirksgericht Mukatschewo hat ein Urteil im Fall eines tödlichen Verkehrsunfalls verkündet, der sich im Dezember 2024 im Dorf Tschynadiewo in der Oblast Transkarpatien ereignete. Der Anwohner Jewhen Turjantschik fuhr einen Ford Focus, als er einen am Straßenrand liegenden Mann erfasste. Das Opfer erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.
Dem Urteilstext vom 15. Mai 2025 zufolge bekannte sich der Angeklagte seiner Schuld vollumfänglich. Er erklärte vor Gericht, er sei mit seiner Frau auf dem Heimweg gewesen und im Moment des Zusammenstoßes von den Scheinwerfern eines entgegenkommenden Autos geblendet worden. Der Fahrer habe angenommen, ein Hindernis – beispielsweise einen Holzstapel – überfahren zu haben, und sei deshalb nicht angehalten. Zuhause angekommen, erhielt er einen Anruf der Polizei mit der Nachricht, dass eine Person unter den Rädern seines Wagens ums Leben gekommen war.
Die Ermittlungen ergaben, dass das Opfer stark alkoholisiert war – in seinem Blut wurden fast 3,8 ppm Alkohol nachgewiesen. Überwachungskameras zeichneten auf, wie der Mann sich vor dem tragischen Unfall zunächst hinsetzte und dann auf die Straße stürzte. Die Mutter des Verstorbenen erhob keine Ansprüche gegen den Beschuldigten, da dieser den gesamten Schaden freiwillig beglich.
Richter Wolodymyr Nosow befand Jewhen Turjantschik der fahrlässigen Tötung im Straßenverkehr (Artikel 286 Absatz 2 des ukrainischen Strafgesetzbuches) für schuldig und verurteilte ihn zu drei Jahren Haft. Gleichzeitig wandelte das Gericht die Haftstrafe in eine einjährige Bewährungsstrafe um.

