Die Ausgangssperre in den Städten Myrnograd und Selidove in der Region Donezk wird aufgrund der sich verschärfenden Lage an der Front und der drohenden russischen Bombardierung verschärft. Dies gab der Leiter der Militärverwaltung der Region Donezk, Wadym Filashkin, auf seinem Telegram-Kanal bekannt.
Gemäß der neuen Verordnung gilt ab dem 19. August 2024 in diesen Siedlungen eine Ausgangssperre von 15:00 Uhr bis 11:00 Uhr des Folgetages. Derzeit gilt die Ausgangssperre von 17:00 Uhr bis 9:00 Uhr, aufgrund der erhöhten Gefahrenlage wurde jedoch beschlossen, sie zu verlängern.
„Ich appelliere an alle, die sich noch in diesen Städten aufhalten, die Beschränkungen einzuhalten und sich nicht in Gefahr zu begeben“, betonte Wadym Filashkin. Er hob hervor, wie wichtig die Einhaltung der Ausgangssperre sei, um die Sicherheit der Zivilbevölkerung in Zeiten aktiver Kampfhandlungen zu gewährleisten.
Wie bereits am 12. August bekanntgegeben, hat die Region Donezk die Ausgangssperre angepasst. Diese richtet sich nach der Entfernung des jeweiligen Ortes zur Frontlinie. Für Städte, die weniger als 10 Kilometer von der Front entfernt liegen, gilt eine Ausgangssperre von 17:00 bis 09:00 Uhr. Für weiter entfernte Städte gilt sie von 21:00 bis 05:00 Uhr.
Die Verschärfung der Ausgangssperre steht im Zusammenhang mit den jüngsten Angriffen russischer Truppen. Insbesondere am 17. August griffen russische Besatzer Myrnograd an, wobei ein Mensch getötet und vier weitere verletzt wurden. Mehrere Gebäude wurden zerstört und beschädigt, darunter ein unfertiges neunstöckiges Gebäude, sechs mehrstöckige Gebäude, eine Apotheke, ein Kino und zwei Geschäfte.
Am heutigen 18. August beschossen die Besatzer Myrnograd erneut mit Artillerie. Dabei kam eine 1941 geborene Frau ums Leben, eine weitere, 56-jährige Frau wurde verletzt. Drei Privathäuser wurden beschädigt.
Die Bevölkerung der Region wird dringend gebeten, größtmögliche Vorsicht walten zu lassen und die Ausgangssperre strikt einzuhalten.

