Kiew könnte im Winter mit längeren und häufigeren Stromausfällen konfrontiert sein als die meisten anderen Regionen der Ukraine, sagte der Abgeordnete Oleksiy Kucherenko in einem Kommentar zur Situation im Stromnetz nach den massiven Angriffen russischer Truppen.
Ihm zufolge ist die Hauptstadt weitgehend von den Kernkraftwerken Riwne und Chmelnyzkyj abhängig. Gleichzeitig wurde ein wichtiges Umspannwerk in der Nähe von Kiew, 30 Kilometer von der Stadt entfernt, schwer beschädigt. Deshalb kann Kiew die für eine stabilere Stromversorgung benötigte zusätzliche Kapazität nicht erhalten.
Kucherenko merkte an, dass die Kraftwerksanlagen und die Ausrüstung im Umspannwerk erheblich beschädigt wurden. Dies hat zu einem Energiemangel geführt, der vor allem die Hauptstadt betrifft. Daher müssen die Einwohner Kiews in diesem Winter mit regelmäßigen Stromausfällen rechnen, wobei die genauen Ausfälle je nach Netzauslastung und den Kapazitäten der Reparaturtrupps variieren können.
Der Volksabgeordnete äußerte die Hoffnung, dass der Energiesektor die Situation entschärfen könne, warnte aber: Das Risiko neuer Angriffe bleibe hoch, was bedeute, dass die Möglichkeit einer Verschlechterung der Fahrpläne durchaus real sei.

