Sürströming ist ein fermentierter Ostseehering, der mehrere Monate in Fässern reift und dadurch seinen charakteristischen Geschmack und sein Aroma entwickelt. Trotz seines Rufs als „stark riechendes“ Gericht ist er eine langjährige kulinarische Tradition und ein festlicher Anlass für die Schweden. Sürströming wird jedes Jahr im August zur sogenannten „Premiere“ verkauft, und obwohl er für viele immer noch exotisch ist, schätzen wahre Feinschmecker seinen reichen Umami-Geschmack, seine leichte Säure und seine zarte Textur.
Warum riecht Surströmming so stark? Bei der Fermentation des Fisches entstehen Schwefelwasserstoff und Amine, die für den charakteristischen „bernsteinfarbenen“ Geruch sorgen. Er kann an den Geruch von faulen Eiern oder gereiftem Käse erinnern, aber Surströmming schmeckt oft viel milder.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Surströmming-Dose gefahrlos zu öffnen. Beispielsweise reduziert das Anstechen des Dosenbodens unter Wasser Spritzer und Geruchsausbreitung. Es empfiehlt sich, dies im Freien zu tun, Handschuhe zu tragen, sich von Freunden helfen zu lassen und die Dose mit Humor zu öffnen.
Wie isst man Surströmming? In Schweden gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihn zu genießen. Am beliebtesten ist er auf Brötchen oder knusprigem Brot mit Butter, Kartoffeln, roten Zwiebeln und saurer Sahne oder Joghurt. Man kann ihn aber auch wie Hering essen: mit Kartoffeln, Zwiebeln, Hartkäse und einem Glas Bier. Wichtig ist, das Ritual und die Atmosphäre zu genießen, denn Surströmming ist nicht nur eine Mahlzeit, sondern ein Erlebnis.
Sürströming lehrt uns, dass Geruch nicht immer gleich Geschmack ist und dass kulinarische Kultur nicht nur aus traditionellen Gerichten besteht. Das richtige Öffnen der Dose, die Gesellschaft von Freunden und frische Luft machen diesen exotischen Fisch zu einem wahren Gaumenschmaus.

