Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Kiew. Laut der Bild-Zeitung plant Washington nicht, die Militärhilfe für die Ukraine wieder aufzunehmen, solange Wolodymyr Selenskyj an der Macht bleibt.
Laut Quellen der Publikation wurde nach einem kürzlich stattgefundenen Treffen im Weißen Haus deutlich, dass Trump Selenskyj nicht als Partner betrachtet. Vielmehr sieht der amerikanische Präsident ihn als Hindernis für Friedensgespräche.
„Trump will Selenskyj zum Rücktritt als ukrainischer Präsident zwingen! Wie? Durch politischen Druck. Solange der 47-jährige Politiker an der Macht ist, wird Kiew keine neuen amerikanischen Waffen erhalten“, schreibt die Bild-Zeitung.
Zuvor hatten die Vereinigten Staaten erklärt, dass die Wiederaufnahme der Militärhilfe für die Ukraine von deren Bereitschaft zu Friedensverhandlungen und dem Ende des Krieges abhängt.
Washington fordert von Kiew Zugeständnisse und den Nachweis der Kompromissbereitschaft gegenüber Moskau. Die Ukraine beharrt jedoch darauf, dass Verhandlungen nur unter der Bedingung der territorialen Integrität möglich sind.
Sollten die Informationen der Bild-Zeitung zutreffen, könnte dies einen langfristigen Stopp der US-Militärhilfe bedeuten. Ohne amerikanische Waffen würden die ukrainischen Streitkräfte wichtige Fähigkeiten zur Verteidigung und für Gegenangriffe verlieren.
In Saudi-Arabien stehen Verhandlungen an, bei denen die ukrainische Delegation versuchen wird, die Amerikaner zum Umdenken zu bewegen. Es bleibt jedoch die Frage: Wird Kiew den Bedingungen Washingtons zustimmen oder riskieren, den Kampf ohne US-Unterstützung fortzusetzen?

