Deutschland plant eine Änderung der Regelungen zur Sozialhilfe für ukrainische Flüchtlinge. Wie die DW berichtet, sehen die neuen Bestimmungen eine Kürzung der monatlichen Zahlungen für Ukrainer vor, die nach dem 1. April 2025 nach Deutschland einreisen.
Auf Initiative der neuen Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD erhalten neu angekommene Ukrainer nicht mehr die 563 Euro Arbeitslosengeld, die deutsche Staatsbürger beziehen. Stattdessen erhalten sie monatlich 441 Euro, was dem Existenzminimum für Asylsuchende aus aller Welt entspricht.
Das neue Gesetz ist noch nicht verabschiedet, sondern bedarf der Zustimmung auf allen Ebenen, von der Bundes- bis zur Kommunalebene. Experten zufolge wird der Genehmigungsprozess mehrere Monate dauern. Daher werden einige neu angekommene Flüchtlinge aus der Ukraine auch nach dem 1. April noch eine Zeit lang die alten, erhöhten Leistungen in Anspruch nehmen können.
Die Anwälte versichern: Sie müssen die „zu viel gezahlten“ Beträge nicht zurückzahlen.
Diese Entscheidung hat in der deutschen Gesellschaft eine lebhafte Debatte ausgelöst. Einige sind der Ansicht, dass Ukrainer die gleiche Unterstützung wie Deutsche erhalten sollten, während andere gleiche Bedingungen für alle Ausländer fordern.

