Die Hitze, die alles verändert: Wie hohe Temperaturen Körper, Gehirn und Psyche beeinflussen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: Der Klimawandel hat zu einem deutlichen Anstieg der Zahl der Menschen geführt, die unter den Folgen von Hitze leiden. Zwischen 2000 und 2016 stieg die Zahl der Betroffenen jährlich um 125 Millionen – Tendenz steigend.

Der menschliche Körper wendet erhebliche Ressourcen auf, um eine stabile Körpertemperatur von etwa 37 °C aufrechtzuerhalten. Im Ruhezustand produziert er so viel Wärme wie eine 100-Watt-Glühbirne. Übersteigt die Außentemperatur die angenehme Schwelle, aktiviert der Körper Kühlmechanismen: Schwitzen, beschleunigter Herzschlag und verminderte körperliche Aktivität.

Bei Hitze schlägt das Herz schneller – etwa zehnmal pro Minute. Dadurch wird mehr Blut an die Hautoberfläche gepumpt, sodass sich der Körper durch Schwitzen abkühlen kann. Übermäßiges Schwitzen führt jedoch zu einem Verlust von Wasser und Salzen, was Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwäche verursachen kann.

Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann der Schweiß nicht verdunsten und der Körper sich nicht effektiv abkühlen. Daher ist ein heißer Tag vor Regen oder bei Nebel viel schwerer zu ertragen als trockene Hitze.

Besonders gefährdet sind Menschen mit Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen sowie Personen über 45 Jahre. Auch körperlich unvorbereitete Menschen und solche, die wenig trinken, haben ein erhöhtes Risiko. Angeborene Merkmale können ebenfalls die Schweißproduktion, die Wärmeregulation und den Elektrolythaushalt beeinflussen.

Interessanterweise vertragen Frauen Hitze in der Regel schlechter, da ihre Körperoberfläche kleiner ist und sie weniger schwitzen. Mit zunehmendem Alter gleicht sich dieser Unterschied jedoch aus, da immer mehr Männer mit Herzproblemen zu kämpfen haben.

Studien belegen, dass Hitze psychische Erkrankungen wie Angstzustände, Schizophrenie und Demenz verschlimmern kann. Auch der Drogenmissbrauch nimmt zu. Hohe Temperaturen beeinträchtigen die Konzentration, mindern die geistigen Fähigkeiten und erhöhen das Fehlerrisiko am Arbeitsplatz.

Selbst ein mäßiger Temperaturanstieg kann den Verlauf chronischer Krankheiten beeinflussen, Frühgeburten, Hautinfektionen und Nierenprobleme hervorrufen.

Nach einem regnerischen Wochenende kehrt in der Ukraine wieder Wärme zurück. Die Temperaturen steigen auf +29 °C. In weiten Teilen des Landes ist es teils bewölkt. Im Westen, in der Mitte und im Norden ist mit kurzzeitigen Niederschlägen zu rechnen.

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