„Die ungewöhnlich niedrigen Temperaturen in der Ukraine haben die Kämpfe an der Front beeinträchtigt und die Vorstoßversuche der russischen Besatzer verlangsamt“, sagte Danylo Melnikov, Leiter der Kommunikationsabteilung der dritten separaten Angriffsbrigade, im Fernsehen auf Kyiv24.
Ihm zufolge erschwert der strenge Frost die Aktionen des Feindes und verlangsamt dessen Offensivversuche. Gleichzeitig betonte der Offizier, dass die Kälte weder als Vorteil noch als „Atempause“ für die ukrainische Seite gewertet werden könne, da die Wetterbedingungen für beide Armeen gleichermaßen schwierig seien.
Melnikow betonte, dass die Lage direkt an der Frontlinie weiterhin besonders schwierig sei. Bei Temperaturen um minus 20 Grad Celsius seien die ukrainischen Soldaten gezwungen, ihre Stellungen unter Bedingungen zu halten, unter denen es oft unmöglich sei, tiefe Schützengräben auszuheben oder die Stellungen vollständig zu beheizen. Laut Melnikow stellen diese Bedingungen eine ernsthafte Belastungsprobe für die Soldaten an der Kontaktlinie dar.
Mit Einbruch der Kälte dauern die Kämpfe in anderen Gebieten an. Analysten zufolge haben ukrainische Streitkräfte ihre Stellungen in Kupjansk zurückerobert und einen Großteil der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht, der zuvor zu den sogenannten „grauen“ und „roten“ Zonen gehörte. Russische Truppen halten jedoch weiterhin Stellungen im nördlichen Teil der Stadt.
Gleichzeitig erzielte der Feind einige taktische Erfolge in der Region Donezk. Insbesondere rückten russische Einheiten in der Nähe von Udachny und Hryshynye sowie im südlichen, von der Ukraine kontrollierten Teil der Region vor. Die Besatzer verzeichneten zudem Geländegewinne im Raum Prywilny, der in Richtung des Ballungsraums Slawjansk-Kramatorsk liegt.
Die Lage an der Front bleibt angespannt, und die Wetterbedingungen verschärfen die Schwierigkeiten sowohl für die Verteidigungs- als auch für die Angriffsaktionen beider Seiten zusätzlich.

