Der Präsident der Werchowna Rada, Ruslan Stefantschuk, berichtete, dass die Plenarsitzungen des Parlaments in der vergangenen Woche aufgrund von Drohungen der Fraktionen Europäische Solidarität und Holos, die Abstimmung über eine Reihe von Gesetzesentwürfen zu verzögern, abgesagt wurden.
Ihm zufolge verweigerten Vertreter dieser Gruppierungen die Mitwirkung an der Beratung der Gesetzesentwürfe und versuchten, die erste Lesung zu verzögern. Insbesondere lehnten sie die Vorschläge zur Behandlung der Themen Mobilmachung, Verteidigungsanlagen und Ausbildungsprogramme für Soldaten ab.
Abgeordnete der Fraktion „Diener des Volkes“ äußerten den Wunsch, an die Front zu gehen, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Laut Stefanchuk hatten sie dieses Recht gemäß den Statuten, weshalb ein Teil der Fraktion ins Kampfgebiet ging.
Es wurde festgestellt, dass die Organisation der Treffen auch durch die Forderungen der Oppositionsfraktionen erschwert wurde, insbesondere hinsichtlich der Genehmigungen für Auslandsreisen und Geschäftsreisen.
Es ist erwähnenswert, dass die Rada die für den 6., 7. und 8. März geplanten Sitzungen verschoben hat. Die Gründe hierfür sind vielfältig; einer davon ist die Unzufriedenheit der Oppositionsfraktionen, die für Auslands- und Geschäftsreisen Genehmigungen benötigen. Der Vorsitzende der Fraktion „Diener des Volkes“, David Arakhamia, erklärte, die Sitzungen seien aufgrund der Notwendigkeit für die Abgeordneten, in der Militäreinsatzzone zu arbeiten, verschoben worden.

