Gemäß dem Vorschlag des Gesetzesentwurfs Nr. 11264 müssen Ukrainer im Alter von 21 bis 58 Jahren eine neue Steuer entrichten, wobei es Ausnahmen gibt.
Das Parlament schlägt die Einführung einer Steuer für kinderlose Bürger und solche mit weniger als drei Kindern vor. Der Gesetzentwurf wurde am 20. Mai auf dem Webportal des Parlaments zur Einsichtnahme veröffentlicht.
Der Initiator dieses Gesetzes ist Serhij Dmytrowytsch Hrywko, ein Parlamentsmitglied der Partei Diener des Volkes.
Der Text des Dokuments bezieht sich auf die vorübergehende Einführung einer „demografischen Abgabe“ für Bürger der Ukraine.
„Vorübergehend, bis die Werchowna Rada der Ukraine einen Beschluss über den Abschluss der demografischen Reform fasst, wird eine demografische Abgabe erhoben“, heißt es in dem Dokument.
Laut diesem Gesetzentwurf müssen alle Personen im Alter von 21 bis 58 Jahren die Gebühr entrichten, mit Ausnahme von:
- Personen mit drei oder mehr Kindern;
- Personen mit diagnostizierter Unfruchtbarkeit oder eingeschränkter reproduktiver Funktion, die die Mutterschaft (Vaterschaft) verhindert, die mindestens alle zwei Jahre durch entsprechende medizinische Dokumente bestätigt wird;
- Personen mit Behinderungen der Gruppe I.

Gemäß den Vorschlägen des Gesetzentwurfs werden die Sätze der „demografischen Abgabe“ wie folgt festgelegt:
- 1,5 % des steuerpflichtigen Betrags für Personen ohne Kinder;
- 1 % des steuerpflichtigen Betrags für Personen mit einem Kind;
- 0,5 % des steuerpflichtigen Betrags für Personen mit zwei Kindern.

Serhij Hrywko wurde 1985 geboren und 2019 als Volksabgeordneter der neunten Legislaturperiode für die Partei Diener des Volkes gewählt. Er ist Mitglied des Ausschusses für Sozialpolitik und Schutz der Rechte von Veteranen.
Im September 2023 brachte Hryvko einen Gesetzentwurf ein, der die Haftstrafe für Verurteilte verkürzen soll, die mit Fahrradanlagen Strom erzeugen. Der Abgeordnete erklärte, diese Initiative würde es den Verurteilten ermöglichen, die vom Justizministerium festgelegten Normen einzuhalten und ihre Haftstrafe innerhalb eines Jahres um 30 Tage zu reduzieren.
Erwähnenswert ist auch, dass die Rada einen Gesetzentwurf zur Milderung der Strafen für Steuersünder prüft. Dieser sieht vier Alternativen zur Freiheitsstrafe vor. Man geht davon aus, dass der Staat dadurch Ressourcen einsparen und möglicherweise sogar die Staatseinnahmen erhöhen kann.

