Am 6. Februar gedenken die orthodoxen Gläubigen in der Ukraine gemäß dem neuen Kirchenkalender des ehrwürdigen Bischofs Vukola von Smyrna, eines Schülers des heiligen Apostels Johannes des Theologen. Dieser Feiertag ist reich an kirchlichen und volkstümlichen Traditionen, Bräuchen und Verboten.
Ehrwürdiger Vukol: Schutzpatron der Gesundheit und des Familienglücks
Der heilige Vukol war der erste Bischof der Kirche von Smyrna (dem heutigen Izmir in der Türkei). Der Überlieferung nach wurde er von den Aposteln Johannes dem Theologen oder Paulus zum Bischof geweiht. Er galt als weiser Mentor, der viele Heiden zum Christentum bekehrte. An seinem Grab wuchs ein Myrtenbaum, der Kranke heilte und zu dem Gläubige um Hilfe kamen.
Traditionen und Zeichen des 6. Februar
Die Menschen nennen diesen Tag Vukol Telyatnik, weil man glaubte, er schütze Kälber vor Krankheiten und bringe Erfolg in der Landwirtschaft. Seit alters her wurden an diesem Tag Scheunen mit Thymian ausgeräuchert, um das Vieh vor Krankheiten zu schützen, und die Kühe wurden besonders gut gefüttert.
Volkszeichen:
- Nebel kündigt einen Wetterumschwung an.
- Ein Schneesturm kündigt einen frühen Frühling an.
- Die Vögel fliegen tief – es wird kälter.
- Schnee verspricht einen kalten Sommer.
- Ein frostiger Tag – hin zu einem warmen März.
Was Sie tun dürfen und was nicht
Was ist erlaubt?
- Bete zum Heiligen Vukol um Gesundheit, Familienglück und Schutz vor Krankheiten.
- Putzen, Dinge reparieren, das Haus in Ordnung bringen.
- Schließen Sie Frieden mit Nachbarn oder Angehörigen, falls es zuvor Streitigkeiten gegeben hat.
Was verboten ist:
- Streiten, tratschen, lügen oder andere beleidigen.
- Dinge von zu Hause zu verleihen oder zu verschenken – das kann angeblich Unglück bringen.
- Bei wichtigen Entscheidungen oder Vertragsabschlüssen besteht ein hohes Risiko, in Schwierigkeiten zu geraten.
Namenstag, 6. Februar
Heute ist Engeltag:
- Nach der neuen Reihenfolge: Alexander, Varsonofiy, Vasyl, Vukol, Ivan, Maria, Maxim, Martha.
- Nach dem alten Stil: Ksenia, Gerasim, Timotheus, Nikolaus, Paulus.
Das Fest des Lammes erinnert uns an die Bedeutung von spiritueller Heilung, harmonischen Beziehungen und der Übernahme von Verantwortung für unser Handeln. Ungeachtet von Tradition oder Kalender kann dieser Tag für Versöhnung, Gebete und gute Taten genutzt werden.

