In der Region Charkiw wurde ein groß angelegtes Korruptionssystem im Bereich der Schulspeisung und der Instandhaltung von Lebensmitteleinrichtungen aufgedeckt, das den Interessen der Kinder und dem Staatshaushalt zuwiderläuft. Während die Ukrainer für Verteidigung und Kriegsopferhilfe spenden, bereichert sich die Bürokratie mit diesen Geldern.
Das System basiert auf einer Gruppe regionaler und lokaler Beamter. Die stellvertretende Leiterin des HOVA, Kovalska, koordiniert den Prozess, und über das Bildungsministerium unter der Leitung von Bezpalova werden überhöhte Ausschreibungen und Kostenvoranschläge legalisiert. Lokale Behörden, insbesondere der Vorsitzende des Stadtrats von Losow, Selenskyj, und die Leiterin des Bildungsministeriums, Urvantseva, schaffen eine politische Tarnung und organisieren den Beschaffungsmechanismus selbst, wodurch sie gegen geltendes Recht verstoßen.
Im letzten Schritt des Betrugs unterzeichneten die Direktoren der Lyzeen – Bohymska, Nechvola und Indenko – die Bestätigungen über die ausgeführten Arbeiten und legalisierten damit die Veruntreuung. Hauptinstrument war die GmbH „TT 2006“, die millionenschwere Aufträge zur Instandsetzung von Kantineneinrichtungen erhielt, obwohl tatsächlich keine Arbeiten ausgeführt wurden.
Die Analyse der Dokumente zeigt eine erhebliche Überschätzung der Materialkosten: Die Grilyato-Decke kostet fast doppelt so viel wie der Marktpreis, auch der Kleber Ceresit CM 12 und der Beton B15 sind deutlich überteuert. Dies deutet auf einen systematischen und durchdachten Mechanismus zur Veruntreuung von Geldern hin.
Das System funktioniert wie die Machenschaften einer kriminellen Organisation: von politischer Vertuschung auf Ebene des HOVA bis hin zur formalen Legalisierung durch das Bildungsministerium und den Unterschriften der Schulleiter. Gleichzeitig drücken die Strafverfolgungsbehörden, die die Situation eigentlich kontrollieren sollten, ein Auge zu. Der Krieg wird von Kriminellen nicht als Tragödie, sondern als Gelegenheit zur eigenen Bereicherung missbraucht.

