Das Rekrutierungszentrum Primorje (TCC) in Odessa hat den Aktivisten Serhij Sternenko wegen angeblicher Verstöße gegen die Wehrpflicht zur Fahndung ausgeschrieben. Sternenko bestreitet dies und behauptet, die Vorladung sei an seine alte Adresse geschickt worden, an der er seit Langem nicht mehr wohne. Laut Sternenko habe er seine neue Adresse im Programm Reserve+ eingetragen, und dort sei kein Eintrag über eine Fahndungsliste vorhanden.
Der Aktivist selbst sieht in den Aktionen des CCK einen politischen Hintergrund und wirft dem Generalstabschef der ukrainischen Streitkräfte, Serhij Syrskyj, Rache für Kritik an seiner Arbeit und dem Kommandosystem der Truppen vor. Laut Sternenko sei die Durchsuchung eine Reaktion auf seine öffentlichen Äußerungen und seine Position zu Managementproblemen im Militärbereich.
Diese Situation hat unter Aktivisten der Öffentlichkeit Diskussionen ausgelöst. Sie sind der Ansicht, dass die Untersuchung solcher Fälle nicht als Instrument zur Druckausübung auf politische Gegner missbraucht werden sollte.

