Die Travestiekünstlerin Monroe berichtete kürzlich von ihrem Besuch im Rekrutierungszentrum (Territorial Recruiting Center, TCC) und der anschließenden medizinischen Eignungsprüfung. Sie sagte, ihr Besuch sei anfangs von Angst geprägt gewesen: „Ich ging hin, als ob ich zu einer Schießerei gehen würde“, gab sie zu und äußerte ihre Befürchtungen vor möglicher Verurteilung und negativen Reaktionen anderer.
Die bekannte ukrainische Bloggerin Nevgamovna Monroe, die als Mann registriert ist, besuchte das territoriale Rekrutierungs- und Sozialzentrum, wurde aber aufgrund bestimmter medizinischer Umstände vom Militärdienst befreit.
Laut ihrer Aussage befinden sich, obwohl sie nicht beim Militär registriert ist, alle ihre Dokumente in der mobilen Anwendung „Reserve+“. Außerdem erklärte sie, dass sie die Daten gar nicht hätte aktualisieren können, es aber dennoch getan habe, um sich an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten.
„Um auf die Frage der Eindrücke zurückzukommen: Wenn ich jetzt negative Geschichten über das CCC höre, macht mich das sehr traurig. Ich habe selbst Erfahrung mit dieser Organisation – und die war durchweg positiv. Alles war legal. Ja, es gab Warteschlangen und einen langen bürokratischen Aufwand mit den Unterlagen. Und ich musste mich mehreren Inspektionen des VLK unterziehen. Aber das schreckt mich nicht ab. Und ich habe auch nicht mitbekommen, dass im CCC jemand an der Hand gezogen wurde. Ich habe die Rekrutierung damals schon beobachtet, mich aber nicht weiter damit befasst, weil ich mich nicht aus diesem Grund beim Wehrdienstamt gemeldet hatte“, sagte Monroe.
Die Bloggerin fügte außerdem hinzu, dass sie junge Männer im CCC und der SP gesehen habe, die unter Vertrag dienten, und dass sie von ihnen beeindruckt gewesen sei und ihnen innerlich für ihre Tat gedankt habe.
Monroe hatte zudem nicht nur Angst vor dem Besuch des CCC, sondern war sogar besorgt. Grund dafür waren emotionale Traumata, die sie schon seit vielen Jahren begleiteten. Letztendlich verlief alles viel besser als erwartet, und niemand machte ihr Vorwürfe, im Gegenteil – alle halfen.
„Sie baten mich sogar einmal, ein Foto zu machen. Und eine Frau kam, wie ich gehört habe, um ihre Daten zu aktualisieren. Einige Frauen sind auch Wehrpflichtige. Kurz gesagt, meine Erfahrung war positiv. Und jetzt, wo ich sehe, wie aggressiv ein Teil der Gesellschaft ist, tut es mir leid für sie und für die Mitarbeiter des CCC. Man kann nicht allein aus Videos im Internet Schlüsse ziehen. Und diejenigen, die alle möglichen Gemeinheiten schreiben – sie bieten keine Alternativen an. Und das gilt nicht nur für das CCC, sondern für alles, was uns gerade widerfährt“, schloss Monroe.
Zur Erinnerung: Am 30. April wurde berichtet, dass Diva Monroe sich dazu äußerte, ob sie sich gemäß dem kürzlich verabschiedeten Gesetz mobilisieren lassen würde. Auf die Frage nach der Notwendigkeit, Daten gemäß dem neuen Gesetz zu präzisieren, antwortete die Bloggerin, dass sie sich an die Vorgaben halten werde.

