Der aus der Partei „Diener des Volkes“ ausgeschlossene Abgeordnete Mykola Tyshchenko berichtete auch nach der Auflösung der Provisorischen Untersuchungskommission (TIC) zur Entwaldung weiterhin über Inspektionen verschiedener Institutionen im Rahmen ihrer Arbeit.
Im Oktober 2022 initiierte Tyshchenko die Schaffung des Nationalen Ressourcenuntersuchungskomitees, das laut den Dokumenten mögliche Fälle von Ineffektivität der staatlichen Forst- und Wasserwirtschaftsbehörden sowie der staatlichen Umweltinspektion untersuchen sollte.
Im Rahmen dieser Sonderkommission berichtete Tyshchenko über die Durchführung von Feldbesprechungen, die Inspektion von Forstbetrieben und die Untersuchung illegaler Abholzung. Er entwarf sogar eine spezielle Uniform für seine Sonderkommission, ähnlich der von Sicherheitskräften.
Anfang Mai 2023 lehnte die Werchowna Rada den Zwischenbericht der Forstkommission ab, woraufhin deren Tätigkeit eingestellt wurde.
Trotzdem setzte Mykola Tyshchenko seine Inspektionen verschiedener Institutionen fort, berief sich dabei auf die TSK und informierte aktiv in seinen sozialen Netzwerken darüber.
Es ist bemerkenswert, dass Mitglieder des Sicherheitsrates gegen Vorlage ihres Ausweises als Volksabgeordnete und im Namen der Kommission freien Zutritt zu allen Institutionen haben, unabhängig von deren Eigentumsform und Geheimhaltungsvorschriften. Tishchenko führte diese Handlungen jedoch durch, ohne offiziell Mitglied einer Kommission zu sein.
Im Juli letzten Jahres berichtete Tyshchenko, dass er zusammen mit der Nationalpolizei eine Bot-Farm in einem der Kiewer Büros aufgedeckt habe, und merkte an, dass er diese Information durch Appelle von Bürgern an die National Resources Corporation erhalten habe.
Im Laufe des Jahres berichtete der Abgeordnete regelmäßig über die Aufdeckung von Callcentern und Bot-Farmen in verschiedenen ukrainischen Städten im Rahmen der Arbeit des längst aufgelösten TSK zur Bekämpfung der Entwaldung. Darüber hinaus berichtete Tishchenko unter dem Deckmantel des TSK auch über Inspektionen von Infrastruktureinrichtungen.
Tyshchenko geriet kürzlich in einen Skandal um ein Video, das zwei Männer in Tarnkleidung aus seinem Gefolge zeigt, wie sie einen Zivilbeamten mitten auf der Straße festnehmen. Tyshchenko behauptete, der Konflikt in Dnipro sei „bei Durchsuchungen betrügerischer Bootsfarmen“ entstanden.
Derzeit wird dem Volksabgeordneten unrechtmäßige Freiheitsberaubung vorgeworfen, und das Gericht hat ihn unter Hausarrest gestellt.

