Die Lage in Dnipro spitzt sich aufgrund eines Skandals um den Abgeordneten Oleh Tyshchenko zu. Die Strafverfolgungsbehörden haben ihn im Zusammenhang mit der rechtswidrigen Inhaftierung eines ehemaligen Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte zum Verdächtigen erklärt.
Am 20. Juni 2024 wurde in Dnipro ein ehemaliger Angehöriger der ukrainischen Streitkräfte von einer Gruppe von Personen, die im Auftrag eines ukrainischen Volksabgeordneten handelten, widerrechtlich seiner Freiheit beraubt. Er wurde für eine gewisse Zeit festgehalten und körperlich misshandelt. Die Ermittlungen ergaben, dass dies im Vorfeld einer Verschwörung der Gruppe und unter Anwendung von Gewalt und besonderen Mitteln geschah.
Der Abgeordnete wurde über den Verdacht der rechtswidrigen Freiheitsentziehung des Opfers informiert (Artikel 146 Absatz 2 des Strafgesetzbuches der Ukraine).
Bei den Durchsuchungen wurde bei Tyshchenko eine große Menge Bargeld in Dollar und Euro gefunden (siehe Foto)
Die Verfahrensführung erfolgt durch die Generalstaatsanwaltschaft.
Erinnern wir uns daran, dass Tyshchenko am 20. Juni mit einer Gruppe von Personen in Militäruniformen in Dnipro eintraf und „Büros“ stürmte, bei denen es sich zumeist um Organisationen der organisierten Kriminalität handelt, die unter dem Deckmantel hochrangiger Beamter der ukrainischen Regierung operieren.
Am selben Tag tauchte im Internet ein Video auf, das eine Schlägerei zwischen den Leibwächtern des Militärpolizisten und einem Zivilisten zeigte, der sich als ehemaliger Soldat der Kraken-Einheit herausstellte
Die Partei „Diener des Volkes“ erwägt nach dem Skandal in Dnipro die Möglichkeit, dem Volksabgeordneten Tyshchenko das Mandat zu entziehen.

