Jüngsten Berichten zufolge stehen die ukrainischen Streitkräfte (AFU) aufgrund fehlender Flugabwehrraketen vor erheblichen Problemen bei der Verteidigung von Chasovy Jar. Diese alarmierende Situation wurde vom renommierten deutschen Magazin BILD mit Unterstützung des Analysten Julian Röpke hervorgehoben.
Der Analyst kommentierte ein Video, in dem ein russisches Su-25-Kampfflugzeug über das Dorf Ivanovske flog und Chasiv Yar angriff. Das Flugzeug flog in geringer Höhe.
Es wird darauf hingewiesen, dass sich das Angriffsflugzeug den ukrainischen Stellungen bis auf weniger als drei Kilometer genähert hat. Da jedoch keine Abschussversuche unternommen wurden, drehte das Flugzeug nach dem Abwurf von Leuchtspurmunition in Richtung Bachmut ab.
„Vor wenigen Monaten war es noch unvorstellbar, dass ein russisches Kampfflugzeug über eine von den ukrainischen Streitkräften kontrollierte Stadt fliegen und nicht von einer MANPADS abgeschossen werden würde“, betonte Röpke.
Seinen Angaben zufolge verfügte die Ukraine vermutlich über Tausende amerikanische Stinger MANPADS und sowjetische Pendants in ihrem Arsenal.
„Aber es scheint, als seien sie am Ende angelangt. Es ist sehr besorgniserregend, dass die Ukraine offenbar keine Flugabwehrraketen zur Selbstverteidigung besitzt“, fügte der Analyst hinzu.
Die Lage in Chasovy Jar: Was sagen die ukrainischen Streitkräfte?
Die Verteidigung von Chasovy Yar wurde am 21. April während eines Fernsehmarathons vom Sprecher der operativ-strategischen Truppengruppierung „Khortytsia“, Oberstleutnant Nazar Voloshyn, kommentiert.
„Chasiv Yar hält. Der Feind drängt in Richtung Bachmut und insbesondere auf Chasiv Yar vor. Die Lage ist jedoch vollständig unter Kontrolle der Verteidigungskräfte. Es gibt keinen Feind mehr in der Stadt“, versicherte er.
Voloshyn berichtete, dass russische Kampfflugzeuge in die BMP-Fahrzeuge eindringen und mit Unterstützung von Drohnen und Artillerie angreifen. Feindliche Flugzeuge bombardieren sowohl zivile Infrastruktur als auch ukrainische Stellungen entlang der gesamten Verteidigungslinie mit KABs und FABs. Auch die Artillerie der russischen Streitkräfte ist „sehr dicht“ und ununterbrochen im Einsatz. Täglich werden etwa 120 Mörser- und Artillerieangriffe registriert.
„Für den Beschuss von Chasovy Yar und anderen Siedlungen verwendet Russland derzeit Munition aus koreanischer und chinesischer Produktion. Genauer gesagt: nordkoreanischer“, fügte der Sprecher des Militärbezirks Chortyzja hinzu.

