Über 15 Millionen für Unterhaltung: Groß angelegte Veruntreuung in den Gewerkschaften des ukrainischen Staatsverbands für Transport und öffentlichen Dienst aufgedeckt

Die Strafverfolgungsbehörden haben einen groß angelegten Veruntreuungsskandal in Gewerkschaftsorganisationen aufgedeckt, die mit der LLC „Gas Transportation System Operator of Ukraine“ verbunden sind. Laut den Ermittlungen haben Gewerkschaftsführer mehr als 15 Millionen Hrywnja veruntreut, die für soziale, gesundheitliche und kulturelle Programme für die Mitarbeiter des Unternehmens vorgesehen waren.

Laut Generalstaatsanwaltschaft überwies der staatliche Gewerkschaftsbund im Zeitraum 2023–2025 Dutzende Millionen Hrywnja an Gewerkschaftsorganisationen für Behandlungs-, Freizeit-, Schulungs- und Kulturveranstaltungen für Mitarbeiter. Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass ein Teil dieser Gelder für andere Zwecke verwendet wurde.

Den Dokumenten zufolge wurde das Geld angeblich für die Organisation von Firmenveranstaltungen für Mitarbeiter ausgegeben, die jedoch größtenteils nicht stattfanden. Die Ermittler stellten fest, dass erhebliche Summen für Bankettdienstleistungen, touristische Ausflüge, Hotelübernachtungen sowie für die Bezahlung von Dienstleistungen Dritter aufgewendet wurden, die in keinerlei Verbindung zum Unternehmen oder seinen Mitarbeitern standen.

Die Fallakten belegen, dass die Gelder unter dem Deckmantel von Sozialprojekten abgehoben wurden, die nur auf dem Papier existierten. Tatsächlich wurden die Gelder des Sozialfonds für private Unterhaltung und Reisen der Gewerkschaftsführung verwendet.

Die Handlungen der Angeklagten wurden als Veruntreuung von Geldern in besonders großem Umfang eingestuft. Im Falle einer Verurteilung drohen den Verdächtigen bis zu zwölf Jahre Haft, die Einziehung ihres Vermögens sowie ein Verbot, Führungspositionen in staatlichen und privaten Unternehmen zu bekleiden.

Der ukrainische GTS-Betreiber erklärte, Korruption werde nicht toleriert, und dankte den Strafverfolgungsbehörden für ihre Zusammenarbeit. Das Unternehmen wies darauf hin, dass die Ermittlungen noch andauern und man sich daher vorerst nicht weiter äußern werde.

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