In letzter Zeit haben sich immer mehr ukrainische Migranten für Deutschland, Tschechien und Spanien als neuen Wohnort entschieden. Derzeit besitzen über 4,3 Millionen ukrainische Staatsbürger einen vorübergehenden Schutzstatus in der Europäischen Union, hauptsächlich in Deutschland (1,2 Millionen), Polen (951.000) und Tschechien (381.000).
Nach den jüngsten Zählungen war Ende Dezember 2023 der größte absolute Anstieg der Migrantenzahlen in Deutschland (+18.905; +1,5 %), der Tschechischen Republik (+8.155; +2,2 %) und Spanien (+2.830; +1,5 %) zu verzeichnen.
In fünf EU-Ländern war der gegenteilige Trend zu beobachten: In Italien (-18.125 Personen; -11,2 %), Polen (-3.235; -0,3 %), Estland (-225; -0,6 %), Frankreich (-205; -0,3 %) und Luxemburg (-10; -0,2 %) ging die Zahl der Flüchtlinge zurück.
Laut Gesamtindikator stellen Frauen mit 46,1 % den größten Anteil der ukrainischen Binnenvertriebenen, gefolgt von Kindern mit 33,2 % und erwachsenen männlichen Binnenvertriebenen mit 20,7 %.
Am 28. September 2023 beschloss der Europäische Rat, den vorübergehenden Schutz für Personen, die vor Russlands umfassendem Krieg gegen die Ukraine fliehen, vom 4. März 2024 bis zum 4. März 2025 zu verlängern.
Erinnern wir uns daran, dass laut einer Studie der Polnischen Nationalbank jeder fünfte erwachsene Flüchtling aus der Ukraine, der sich in diesem Land aufhält, ein Mann ist.
Im Dezember 2023 merkte der CDU-Bundestagsabgeordnete für Verteidigung und Außenpolitik, Roderich Kiesewetter, an, dass in Deutschland „bis zu zehn Divisionen“ ukrainischer Männer lebten, die ihrem Land im Krieg gegen Russland helfen könnten. Zuvor hatte er sich für eine Stärkung der ukrainischen Rüstung ausgesprochen. Es sei darauf hingewiesen, dass offiziell rund 190.000 wehrpflichtige Männer aus der Ukraine in Deutschland leben.

