Die Ukraine bereitet die Unterzeichnung des Abkommens über die Konformitätsbewertung und -annahme von Industriegütern (ACAA), auch bekannt als „Industrie-Visabefreiung“, mit der Europäischen Union vor. Dieses Abkommen sieht die gegenseitige Anerkennung der von beiden Seiten ausgestellten Zertifikate vor. Ukrainische Exporteure müssen somit keine Zeit und kein Geld mehr für die erneute Zertifizierung ihrer Produkte für den europäischen Markt aufwenden.
Zunächst gilt die „visumfreie Industrieregelung“ für drei Schlüsselbranchen: Maschinenbau, Niederspannungstechnik und elektromagnetische Verträglichkeit. Später kann sie auf insgesamt 27 Industriebranchen ausgeweitet werden. Experten zufolge wird der Abschluss des ACCA-Abkommens dazu beitragen, die Exportkosten um 4,9 % und die Importkosten um 2,3 % zu senken.
Der stellvertretende Wirtschaftsminister Vitaliy Kindrativ sprach über die Aussichten für die Unterzeichnung des ACCA-Abkommens und die dafür notwendigen Aufgaben. Laut Kindrativ sieht das Abkommen vor, dass ukrainische Exporteure durch den Abbau technischer Handelshemmnisse für Industriegüter mittels gegenseitiger Anerkennung regulatorischer Gleichwertigkeit und Mechanismen der wirtschaftlichen Integration gleiche Bedingungen auf dem europäischen Markt erhalten.
Der Abschluss des ACCA-Abkommens wird zur Vereinfachung des Handels, zur Erholung der Wirtschaft und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ukrainischer Industrieprodukte sowohl auf dem Inlands- als auch auf dem Auslandsmarkt beitragen.

