Die Europäische Union hat die Verwendung von drei Milliarden Euro aus eingefrorenen Vermögenswerten für Waffenkäufe an die Ukraine genehmigt. Justizminister Denys Malyuska erklärte, diese Summe sei angesichts des andauernden Krieges unzureichend. Seiner Ansicht nach benötige die Ukraine deutlich mehr.
Das jährliche Hilfspaket in Höhe von 3 Milliarden Euro, das sich aus Gewinnen aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten zusammensetzt, wird die militärischen Bedürfnisse der Ukraine kaum decken, bestätigte Justizministerin Maluska beim Treffen der G7-Justizminister in Italien.
Die EU hat einem Plan zugestimmt, Gewinne aus der Anlage eingefrorener russischer Vermögenswerte in Europa für den Waffenkauf für die Ukraine zu verwenden. Seit Russlands großangelegtem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 hat die EU mehr als 200 Milliarden Euro an russischen Staatsvermögen eingefroren, um Kiew zu unterstützen.
Außenminister Dmytro Kuleba warnte, dass die Ukraine definitiv Gelder für den Wiederaufbau nach dem Krieg aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten erhalten werde. Der Minister merkte zudem an, dass die Ukraine auf drei Elemente der eingefrorenen Vermögenswerte zählen könne: die Vermögenswerte selbst, die daraus erzielten Einkünfte und die darauf entfallenden Steuern.
Es wird prognostiziert, dass der Einsatz eingefrorener russischer Vermögenswerte zur Unterstützung der Ukraine eine gerechte und legitime Reaktion auf Russlands Aggression gegen die Ukraine wäre. Dies würde zudem das richtige Signal an potenzielle Aggressoren weltweit senden.
Gleichzeitig stieg die Zahl der Millionäre während der Invasion in der Ukraine. Laut dem staatlichen Steuerdienst gaben 1.800 Ukrainer ein Einkommen von über einer Million Hrywnja an, und die Hrywnja-Millionäre leben hauptsächlich in der Hauptstadt, der Region Charkiw und der Region Dnipropetrowsk.

