In der Ukraine wurde ein weiterer Plan zur Umgehung der Mobilmachung aufgedeckt. Wehrpflichtige Männer kontaktieren alleinstehende Schwangere mit der Bitte, sie offiziell als Eltern ihres ungeborenen Kindes registrieren zu lassen. Auf diese Weise versuchen sie, dem Wehrdienst in den ukrainischen Streitkräften zu entgehen.
Vermutlich geht es hier um Männer, die bereits zwei eigene Kinder haben, und die Geburt eines dritten Kindes befreit sie vom Militärdienst.
Im Internet werden Anzeigen geschaltet. Darin wird eine Zahlung von 1.000 bis 2.000 Dollar versprochen, einige sind auch bereit, später Unterhalt zu zahlen.
Laut Juristen sind sowohl der Mann als auch die Frau während der Schwangerschaft strafrechtlich verantwortlich. Ohne das Eingeständnis eines der Beteiligten dürfte es jedoch schwierig sein, dies nachzuweisen. Die Vaterschaft kann mithilfe von DNA-Analysen festgestellt oder widerlegt werden, und in solchen Fällen ist es unmöglich, ohne Einwilligung der betroffenen Person eine Probe zu entnehmen.
Rechtsanwälte weisen außerdem darauf hin, dass ein solches Kind Anspruch auf das Vermögen des Ehemanns und die Frau auf Unterhalt haben wird.

