Am Vorabend des neuen Schuljahres verließen rund 300.000 ukrainische Kinder das Land. Dies erklärte die Abgeordnete Nina Juschanina in der Vechir.LIVE .
Yuzhanina äußerte sich besorgt über die Situation und merkte an, dass die massenhafte Abwanderung von Kindern die Zukunftsängste der Eltern widerspiegele. Laut ihren Angaben erhielten die Familien vom Staat keine klaren Signale hinsichtlich der Pläne für die Herbst-Winter-Zeit sowie der militärischen Kapazitäten des Staates.
„Eltern wissen nicht, was sie erwartet.“
Die Abgeordnete betonte, dass ein erheblicher Teil der Familien keine konkreten Prognosen von den Behörden zur Lage im Land erhalte. Dies führe dazu, dass Menschen sich für eine Ausreise entscheiden und dafür oft ihr Eigentum verkaufen.
„Die Menschen erfahren von den Behörden nichts über den Aktionsplan für den kommenden Herbst und Winter und darüber, was mit den militärischen Kapazitäten geschehen wird. Heute leben sie hier, und morgen verkaufen sie ihre Wohnung, ihr Grundstück und ziehen weg. Das nächste Land ist Polen“, erklärte Yuzhanina.
Demografische Krise am Horizont
Die Massenmigration von Kindern und ihren Familien verschärft die demografische Krise in der Ukraine. Prognosen des Instituts für Demografie und Lebensqualität der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine könnte die Bevölkerung des Landes in den kommenden Jahrzehnten deutlich zurückgehen. Ihren Schätzungen zufolge könnte sie bis 2041 auf 28,9 Millionen und bis 2051 auf 25,2 Millionen sinken.

