Das Ministerkabinett der Ukraine hat eine Resolution verabschiedet, die es staatlichen und kommunalen Schulen ermöglicht, kostenpflichtige Bildungsangebote auf freiwilliger Basis einzuführen. Diese Entscheidung soll den Bildungseinrichtungen helfen, angesichts moderner Herausforderungen flexibler und unabhängiger zu agieren.
Den neuen Regelungen zufolge können Schulen ihr Angebot erweitern, ohne auf zusätzliche staatliche Mittel warten zu müssen. Das Bildungsministerium erklärt: Es handelt sich dabei um Kurse und Angebote, die nicht zum Pflichtlehrplan gehören, sondern den Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechen.
Was wird bezahlt?
Für folgende Dienstleistungen kann eine Gebühr eingeführt werden:
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Kurse in Fächern außerhalb des staatlichen Lehrplans (z. B. Programmierung, eine zweite Fremdsprache, Vorbereitung auf externe Prüfungen/nationale technische Ausbildung);
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Anerkennung ausländischer oder nicht-formaler Bildung;
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Prüfungsvorbereitungsprüfungen für Absolventen medizinischer, pharmazeutischer und rehabilitativer Fachrichtungen, die im Ausland studiert haben;
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Verlängerter Unterrichtstag – Unterricht nach dem regulären Stundenplan, an Wochenenden oder Feiertagen.
Die Regierung betont, dass alle grundlegenden Fächer und Bildungsprozesse kostenlos bleiben. Die Teilnahme an kostenpflichtigen Programmen ist nur mit Zustimmung der Eltern möglich, die Bildung selbst ist garantiert kostenlos.
Wer legt die Zölle fest?
Die Preise für kostenpflichtige Leistungen werden von den Schulen selbst festgelegt. Die endgültige Entscheidung treffen die örtlichen Bildungsbehörden oder die Schulträger. Dadurch können lokale Gegebenheiten und die finanziellen Möglichkeiten der Familien berücksichtigt werden.
Die Regierung betont: Das neue Finanzierungsmodell beinhaltet nicht die Abschaffung der kostenlosen Bildung, sondern schafft lediglich zusätzliche Möglichkeiten für diejenigen, die nach mehr streben.

