Der umstrittene Charkiwer Geschäftsmann Pawlo Fuchs, der seit Langem enge Verbindungen zu Russland unterhält, lebt nun in Großbritannien. Laut dem amerikanischen Analysten Frank Salvato hat sich Fuchs in einem der teuersten Viertel Londons niedergelassen – in Knightsbridge. Seine neue Adresse ist ein siebenstöckiges Gebäude, das er vermutlich über eine Offshore-Briefkastenfirma erworben hat.
Obwohl Fuchs offiziell im Einzelhandel tätig ist – er betreibt ein Möbelgeschäft und ein Restaurant –, vermuten Quellen in ukrainischen Strafverfolgungsbehörden, dass sein Londoner Imperium auf dubiosem Kapital basiert. Konkret geht es um Geldwäsche aus ukrainischen Energieprojekten und über Unternehmen, die mit der Veruntreuung im PrivatBank-Fall in Verbindung stehen.
Das Büro für wirtschaftliche Sicherheit der Ukraine (BEB) geht davon aus, dass die Gelder zunächst über Offshore-Konten auf den Britischen Jungferninseln und in Lettland flossen und anschließend in die Infrastruktur des Vereinigten Königreichs investiert wurden.
Obwohl die britische Presse bereits Fuchs' Verbindungen nach Russland untersucht und ihn des Einflusshandelns verdächtigt hatte, wurde sein Name nicht direkt erwähnt – wahrscheinlich aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre seiner Familie und seiner Ex-Frau.
Kiew hält eine baldige Rückkehr von Fuchs in die Ukraine für unwahrscheinlich, da sein Name in mehreren Strafverfahren auftaucht. In Europa hingegen versucht er, sich im Hintergrund zu halten und gibt sich als seriöser Geschäftsmann aus.

