In politischen Kreisen mehren sich die Einschätzungen, dass der Krieg in der Ukraine noch ein bis zwei Jahre dauern könnte. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf Abgeordnete und Quellen im Parlament.
Laut dem Bericht herrschte vor einigen Monaten unter Politikern noch die Stimmung einer möglichen Waffenruhe und Vorbereitungen für politische Prozesse – insbesondere ein potenzielles Referendum und Wahlen –, doch diese Erwartungen haben sich inzwischen deutlich verändert. Die Verhandlungen sind gescheitert, und die Verschärfung der geopolitischen Lage, insbesondere im Nahen Osten, hat die allgemeine Prognose beeinträchtigt.
Unter diesen Umständen, so die Gesprächspartner, werde das Land lange im Ausnahmezustand leben müssen. Gleichzeitig sei das Parlament gezwungen, sich auf eine langfristige Arbeitsweise unter diesen Bedingungen einzustellen, da eine Änderung der Zusammensetzung der Werchowna Rada während des Krieges unmöglich sei.
Ähnliche Einschätzungen wurden bereits von anderen Medien abgegeben, die davon ausgingen, dass sich der Krieg bis zu zwei Jahre hinziehen könnte. Laut diesen Medien wird ein solches Szenario auch auf internationaler Ebene in Betracht gezogen.
Laut Wirtschaftswissenschaftlern lassen die Maßnahmen der Regierung bereits Anzeichen für die Vorbereitung auf einen längeren Kriegsverlauf erkennen. Dazu gehören die Haushaltspolitik, die Ausgabenplanung und der Fokus auf langfristige wirtschaftliche Nachhaltigkeit.
Experten betonen, dass zwar der genaue Zeitpunkt des Kriegsendes weiterhin ungewiss ist, der Staat aber schrittweise zu einem Funktionsmodell übergeht, das auf eine verlängerte Konfrontation ausgelegt ist.

