Der ukrainische Sicherheitsdienst hat in der Region Riwne einen russischen Agenten festgenommen, der im Auftrag russischer Geheimdienste Daten über militärische Infrastruktur sammelte. Der junge Mann versuchte, die Koordinaten von Flugplätzen und Depots der ukrainischen Streitkräfte zu ermitteln, um Raketenangriffe des Aggressorlandes vorzubereiten.
Wie am 15. Juni auf dem offiziellen Telegram-Kanal des SBU berichtet wurde, handelte es sich bei dem Spion um einen 24-jährigen arbeitslosen Einwohner der Region, der von einem Personaloffizier des russischen FSB, Ilja Kudrjawzew, aus der Ferne angeworben wurde. Die Anwerbung erfolgte über Telegram-Kanäle, wo der Ukrainer nach „schnellem Geld“ suchte.
Nachdem der Agent Kontakt aufgenommen hatte, erhielt er klare Anweisungen: Er sollte die Standorte ukrainischer Militäreinrichtungen ermitteln, weitere Aufklärung vor Ort durchführen und die Koordinaten an den Feind übermitteln. Zu diesem Zweck installierte er eine versteckte Videokamera in seinem Auto, mit dem er in der Region umherfuhr und die Stellungen der ukrainischen Streitkräfte filmte.
Sicherheitskräfte nahmen den Verräter auf frischer Tat fest, als er den äußeren Bereich einer Militäreinrichtung filmte. Dank der SBU-Spezialoperation konnte nicht nur das Durchsickern wichtiger Informationen verhindert, sondern auch die Standorte ukrainischer Truppen gesichert werden.
Bei der Durchsuchung wurden das Mobiltelefon des Verdächtigen, eine versteckte Überwachungskamera und weitere Beweismittel für seine Tätigkeit für russische Geheimdienste sichergestellt.
Der Mann wurde bereits gemäß Artikel 111 Absatz 2 des ukrainischen Strafgesetzbuches – Hochverrat unter Kriegsrecht – angeklagt. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Im Falle einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft mit Einziehung seines Vermögens.

