In der Ukraine hat eine neue Mobilisierungsphase begonnen, in deren Rahmen auch die Einberufungen über Ukrposhta . Der Abgeordnete Ihor Fris von der Partei „Diener des Volkes“ warnte vor möglichen Problemen für Wehrpflichtige aufgrund einer fehlerhaften Zustellung dieser Einberufungen.
In der Sendung des Fernsehsenders „Novyny.Live“ wies Fris darauf hin, dass es schwerwiegende Folgen haben kann, wenn die Post vermerkt, dass eine Person nicht an der angegebenen Adresse wohnt. So können beispielsweise Zwangsvollstreckungsverfahren eingeleitet und Konten sowie Immobilien der betroffenen Person beschlagnahmt werden.
Fries warnte zudem, dass das System der Zustellung von Vorladungen per Post auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen könnte. Fehlerhaft erstellte oder nicht ordnungsgemäß zugestellte Vorladungen könnten zu einem erheblichen Systemausfall führen und dem Staat Verpflichtungen auferlegen, die Personen betreffen, die gar nicht darüber informiert wurden.
Laut Ukrainian Military Pages hat Ukrposhta rund 6.000 Einberufungen für Wehrpflichtige erhalten. Die ersten 6.000 Einberufungen wurden ohne Beteiligung der regionalen Rekrutierungszentren (RZ) versandt. Die vom Wehrpflichtigenregister erstellten und von den RZ-Leitern elektronisch signierten Einberufungen enthalten einen speziellen QR-Code und werden per Einschreiben verschickt.
Die Wehrpflichtigen hatten nach Erhalt der Vorladung 14 Tage Zeit, sich beim CCC zu melden. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Vorladung auch dann als ordnungsgemäß zugestellt gilt, wenn der Adressat sie aus irgendeinem Grund nicht entgegennehmen kann.

