Wolodymyr Lytwyn, ein bekannter ukrainischer Politiker, ehemaliger Präsident der Werchowna Rada und Volksabgeordneter, hat in den letzten Jahren bedeutende Veränderungen in seiner Karriere durchgemacht. Sein Name fiel in letzter Zeit häufig im Zusammenhang mit politischen Skandalen und historischen Ereignissen, doch mittlerweile hat er sich weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen.
Wolodymyr Lytwyn – was ist über ihn bekannt?
Wolodymyr Lytwyn wurde 1956 in der Region Schytomyr geboren und ist heute 68 Jahre alt. Er ist seit Anfang der 2000er-Jahre in der ukrainischen Politik aktiv und war in vier Legislaturperioden Abgeordneter. Außerdem bekleidete er zweimal das Amt des Präsidenten der Werchowna Rada – von Mai 2002 bis Mai 2006 und von Dezember 2008 bis Dezember 2012. Darüber hinaus kandidierte Lytwyn mehrmals für das Amt des ukrainischen Präsidenten, wurde aber nie gewählt.
Am 16. Januar 2014 stimmte Wolodymyr Lytwyn für die „diktatorischen Gesetze“, beantragte aber später die Annullierung seiner Stimme. Anschließend unterstützte er die Resolution zur Verurteilung der Gewaltanwendung, die zum Tod ukrainischer Zivilisten führte, sowie die Resolution zur Selbstentlassung des Präsidenten der Ukraine von der Ausübung seiner verfassungsmäßigen Befugnisse.

Lytvyn ist für seine skandalösen Äußerungen über die Beziehungen zu Russland und der Europäischen Union bekannt. Im September 2016 veröffentlichten die Medien seine sogenannten „Gedanken laut ausgesprochen“. Damals erklärte er: „Wir gewinnen nichts aus den Beziehungen zur Europäischen Union und verlieren viel, wenn wir sie zu Russland abbrechen.“ Er sagte außerdem: „Ich glaube, das ist eine typisch ukrainische Eigenart: den reicheren, zivilisierteren Ländern zu gefallen.“.

Wolodymyr Lytwyn heute – was er während des Krieges tut
Im Jahr 2021 kandidierte Wolodymyr Lytwyn, der auch für seine wissenschaftlichen Aktivitäten bekannt und Professor ist, bei den Wahlen zum Rektor der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew. Er erhielt jedoch nicht die notwendige Unterstützung und verlor die Wahlen.
In seinem Facebook-Profil gibt er an, an der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine zu arbeiten. Auf seiner Seite in diesem sozialen Netzwerk veröffentlicht Wolodymyr Lytwyn seine wissenschaftlichen Artikel und Monografien. Bekannt ist auch, dass er das Buch „Ungelernte Lektionen: 1917–1991“ veröffentlicht hat, das er unter anderem über soziale Netzwerke vertreibt.
Wolodymyr Lytwyns Beiträge in den sozialen Medien lassen darauf schließen, dass er seine kleine Heimat, das Gebiet Schytomyr, regelmäßig besucht. Dort trifft er sich mit Lehrern und Schülern der örtlichen Schulen. Für eine Schule brachte er sogar Übungswaffen für militärische Ausbildungskurse mit.

