Die Kämpfe nahe des Dorfes Progres in der Ostukraine haben einen kritischen Punkt erreicht. Hunderte ukrainische Soldaten sind eingekesselt, nachdem russische motorisierte Schützenregimenter 6,5 km westlich der Ruinen von Awdijiwka durchgebrochen waren. Die Lage verschärfte sich, als zwei russische Einheiten zwei Bataillone der 31. Mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte einkesselten.
Zum Zeitpunkt der Einkesselung gab es keinen Rückzugsbefehl, und der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, betonte, dass seine Truppen nicht bis zum letzten Mann kämpfen sollten. Dies ließ die Möglichkeit eines späteren Rückzugsbefehls offen, doch die Lage blieb angespannt.
Die nahe Progress eingekesselten ukrainischen Bataillone erhielten Unterstützung durch schwere Drohnen, die Lebensmittel, Wasser und Munition lieferten. Diese Ressourcen reichten jedoch nicht aus, um die Truppen unbegrenzt zu versorgen, und ersetzten weder schwere Munition noch ermöglichten sie die Evakuierung der Verwundeten.
Die Operation zur Befreiung aus dem Kessel gewann an Dringlichkeit. Gestern gegen 14:00 Uhr waren die Beobachtungsposten des 1. und 3. Bataillons aufgrund einer schwierigen Lage vollständig eingeschlossen. Der Brigadekommandeur hatte keinen Ausbruchsbefehl erteilt, was die Soldaten zwang, unter Zeit- und Ressourcenmangel eigenständig zu handeln.
Dank des koordinierten Einsatzes von Artillerie, Luftaufklärung und alliierten Streitkräften gelang es den Bataillonen, den Kessel zu durchbrechen. Die Operation war äußerst heikel und komplex; eine Verzögerung von nur wenigen Stunden hätte zur Bildung eines zweiten Kesselrings führen und die russische Propaganda erheblich stärken können.
Die Kämpfer der 31. und 47. mechanisierten Brigade setzen ihren Kampf fort und bleiben die Hauptstützen der Verteidigung in diesem Frontabschnitt. Die Bedeutung dieser Operation unterstreicht die Notwendigkeit des Vertrauens in die Unteroffiziere und Offiziere, die an vorderster Front in kritischen Situationen eine effektive Führung und Koordination der Aktionen gewährleisten.

