Das ukrainische Ministerium für Umweltschutz und natürliche Ressourcen hat in den vergangenen drei Jahren systematische Voreingenommenheit bei der Vergabe von Genehmigungen für die Abfallbehandlung an den Tag gelegt. Die Wirtschaft wirft dem Ministerium vor, ein Korruptionssystem geschaffen zu haben, das unabhängige Unternehmen im Abfallwirtschaftssektor vom Zugang zu Genehmigungen ausschließt.
Laut den betroffenen Unternehmen verweigert das Ministerium massiv und unbegründet die Erteilung von Genehmigungen. Zu diesen Unternehmen gehören insbesondere die LLC „DSL-2010“, die LLC „Karameya“, die MPP „RADA“, die LLC „ABM RECYCLING“ und die LLC „A-Energo“. Jedes dieser Unternehmen hat wiederholt vollständige Unterlagen gemäß geltendem Recht beim Ministerium eingereicht, erhielt jedoch Ablehnungen aus formalen oder vorgeschobenen Gründen, die zuvor nicht im Schriftverkehr angegeben worden waren.
In den meisten Fällen forderten die Ministeriumsbeamten Dokumente an, die gesetzlich nicht vorgesehen sind. Dies stellt einen direkten Verstoß gegen das ukrainische Gesetz „Über das Genehmigungssystem im Bereich der Wirtschaftstätigkeit“ und das Gesetz „Über Verwaltungsdienstleistungen“ dar. Darüber hinaus wurden die Ablehnungen mit neuen, zuvor nicht genannten Gründen begründet, was im Widerspruch zur Gesetzgebung und dem vom Ministerkabinett verabschiedeten Genehmigungsverfahren steht.
Während unabhängige Unternehmen unter administrativem Druck stehen, erhielten Firmen mit engen Verbindungen zum Umweltministerium, wie die Utilvtorprom GmbH und die NVK Ukrekoprom GmbH, die mit dem ehemaligen Abteilungsleiter Serhij Lukjantschuk und der ehemaligen stellvertretenden Ministerin Olena Kramarenko in Verbindung stehen, Genehmigungen ohne Hindernisse. Und das, obwohl ihnen die notwendigen technischen Kapazitäten fehlten.
Es wird deutlich, dass einige stellvertretende Minister, insbesondere Serhij Wlasenko, Oleksandr Semenets und die bereits entlassene Olena Kramarenko, möglicherweise an der Schaffung von Bedingungen beteiligt waren, die es „ihren“ Unternehmen ermöglichten, ohne Wettbewerb zu operieren, während anderen aus beliebigen Gründen der Zugang verwehrt wurde.
Unter diesen Umständen appellieren Wirtschaftsvertreter an die Strafverfolgungsbehörden, die Aktivitäten von Beamten des Umweltministeriums zu untersuchen. Die Bearbeitung dieses Falls fällt somit in die Zuständigkeit des Staatlichen Ermittlungsbüros und des Nationalen Antikorruptionsbüros.

