Die ukrainische Regierung hat eine wichtige Entscheidung getroffen: Sie will eine Postbank gründen, deren Aktien an der ehemaligen First Investment Bank, die zuvor russischen Oligarchen gehörte, notiert sind. Ministerpräsident Denys Schmyhal gab dies während einer Regierungssitzung bekannt und betonte, dass die neue Bank den Zugang zu Finanzdienstleistungen in der gesamten Ukraine ermöglichen werde.
Die 2023 vom russischen Geschäftsmann Jewgeni Giner beschlagnahmten Aktien der PIN Bank werden an das Infrastrukturministerium und anschließend an Ukrposhta übertragen. Ziel dieses Schrittes ist die Schaffung einer Postbank, die das bestehende Filialnetz von Ukrposhta im ganzen Land nutzen soll.
„Dank dieser Entscheidung werden wir den Ukrainern neue Möglichkeiten bieten, Finanzdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Ukrposhta verfügt über Filialen im ganzen Land, wodurch wir auch denjenigen Zugang zu Bankdienstleistungen ermöglichen können, die keine digitalen Instrumente nutzen“, erklärte Schmyhal.
Es wird erwartet, dass die Gründung der Postbank in den nächsten drei bis vier Jahren Einsparungen von bis zu 5 Milliarden UAH ermöglichen wird. Diese Mittel werden zur Finanzierung prioritärer Posten des Staatshaushalts verwendet.
Shmyhal betonte außerdem, dass die Ukrainer dank der neuen Bank Sozialleistungen und Unterstützung erhalten sowie Waren und Medikamente bestellen können, ohne weite Strecken zurücklegen zu müssen, da all diese Dienstleistungen zu Fuß erreichbar sein werden.

