Der Leiter der Kiewer Stadtmilitärverwaltung, Timur Tkachenko, appellierte an die Leitung des Nationalen Botanischen Gartens M.M. Hryshko und der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine mit der Aufforderung, den 2018 geschlossenen Investitionsvertrag unverzüglich zu kündigen. Dieser Vertrag sieht die Entwicklung eines Teils des Geländes des Botanischen Gartens vor, was in der Öffentlichkeit großes Aufsehen erregte.
Offizielle Position der KMVA
In seiner Rede betonte Tkachenko, dass der botanische Garten ein integraler Bestandteil des ukrainischen Naturerbes sei und für künftige Generationen erhalten bleiben müsse.
„Der Nationale Botanische Garten ist ein Gut, das zukünftigen Generationen als Vermächtnis erhalten bleiben sollte. Ich hoffe, dass die Beendigung dieser Vereinbarung in naher Zukunft erfolgen wird“, sagte er.
Tkachenko dankte außerdem dem staatlichen Rechnungsprüfungsdienst für die Feststellung dieses Problems und betonte die Bereitschaft der Verwaltung, den botanischen Garten vor einer möglichen Zerstörung durch Bauvorhaben zu schützen.
„Kein kommerzieller Vorteil kann ein Grund sein, den Status des botanischen Gartens als Naturerbe des Landes zu verletzen“, fügte er hinzu.
Situationsdetails
Laut dem staatlichen Rechnungsprüfungsdienst wurde 2018 ein Investitionsabkommen unterzeichnet, das die Entwicklung eines Teils des Geländes des Botanischen Gartens vorsah. Diese Entscheidung widerspricht dem Status des Botanischen Gartens, der zum Naturschutzgebietsfonds der Ukraine gehört.
Der Botanische Garten ist ein Objekt von nationaler Bedeutung, das gemäß dem ukrainischen Gesetz „Über den Naturschutzfonds der Ukraine“ einem besonderen Schutz-, Erhaltungs- und Nutzungsregime unterliegt.
Die Nachricht von dem möglichen Bauvorhaben hat bei den Kiewer Bürgern und Umweltschützern Empörung ausgelöst. Sie fordern die sofortige Kündigung des Vertrags und verstärkte Maßnahmen zum Schutz des botanischen Gartens.

