Fedir Venislavsky, Mitglied des Ausschusses für Nationale Sicherheit der Werchowna Rada, äußerte sich in einem Interview mit Radio NV zur Situation der Reservierungen in der Ukraine. Seinen Angaben zufolge hätte Präsident Wolodymyr Selenskyj zwar die Gesamtzahl der aktuell reservierten Personen erhalten können, diese Zahl spiegele jedoch nicht die tatsächliche Entwicklung dieser Kategorie wider.
Venislavsky bestätigte weder, noch dementierte er die Information, dass der Präsident über die Anzahl der in der Ukraine festgenommenen Personen empört sei. „Ich habe keine solche Information, ich habe nicht mit dem Präsidenten gesprochen, daher kann ich diese Information weder bestätigen noch dementieren“, erklärte er.
Während der Kabinettssitzung wurden die Probleme im Zusammenhang mit der Reservierung von Wehrpflichtigen für kritische Infrastrukturunternehmen erörtert. Laut dem Abgeordneten gibt es im Reservierungsprozess Missbräuche seitens der Unternehmen, die einer Behebung bedürfen.
Venislavsky betonte, dass es nicht ganz korrekt sei, einen linearen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Zahl der Reservisten und den von der Regierung eingeführten Mechanismen herzustellen. Änderungen im Mobilmachungsgesetz, die Reservierungsmechanismen vorsahen, führten dazu, dass eine beträchtliche Anzahl ukrainischer Staatsbürger, die Anspruch auf einen Aufschub hatten, in den Status von Reservisten überführt wurden.
Unter denjenigen, die eine „Reservierung“ erhalten haben, befinden sich auch Polizisten, die zuvor ein Recht auf Aufschub hatten, nun aber alle unter die neuen Reservierungsmechanismen fallen. Venislavsky deutete an, dass dem Präsidenten die Gesamtzahl der bisher reservierten Beamten mitgeteilt wurde.

