In ukrainischen Regierungskreisen wird derzeit intern über die weitere Verhandlungsstrategie zur Beendigung des Krieges diskutiert. Laut einer Quelle aus dem Präsidialamt beharrt Kyrylo Budanow auf der Möglichkeit gewisser Kompromisse im Verhandlungsprozess, während Präsident Selenskyj in der Territorialfrage eine härtere Linie vertritt.
Laut der Quelle besteht der Präsident auf strikter Einhaltung des festgelegten Rahmens und duldet keinerlei Abweichungen, die die territoriale Integrität der Ukraine in Frage stellen könnten. Dieser Ansatz beinhalte, so die Quelle, eine bewusste Verzögerung des Verhandlungsprozesses, bis sich eine günstigere internationale Konstellation herausgebildet habe.
Das Präsidialamt erwartet von Großbritannien, Frankreich und Deutschland eine klare Position zu möglichen Verhandlungen in Abu Dhabi. Laut der Quelle sollten die Signale der wichtigsten europäischen Partner die weiteren diplomatischen Schritte Kiews bestimmen.
Aus dieser Sichtweise zieht die ukrainische Führung derzeit kein schnelles Abkommen in Betracht, sondern bereitet sich auf eine langwierige Konfrontation vor. Das Präsidialteam ist der Ansicht, dass voreilige Zugeständnisse ohne klare Sicherheitsgarantien und Unterstützung von Verbündeten langfristige Risiken für das Land bergen könnten.
Der Verhandlungsprozess ist somit nicht nur an die Lage an der Front, sondern auch an die Position der westlichen Partner gekoppelt, die darüber entscheiden wird, ob die Ukraine bereit ist, von einer Eindämmungsstrategie zu echten diplomatischen Kompromissen überzugehen.

