Die für den 12. Mai geplanten Verhandlungen zwischen der Ukraine und Ungarn über die Rechte nationaler Minderheiten wurden auf Initiative Ungarns verschoben. Dies teilte das ukrainische Justizministerium auf seiner offiziellen Facebook-Seite mit.
Es handelte sich um ein reguläres Treffen von Expertengruppen, die im Anschluss an frühere Vereinbarungen in Budapest eingerichtet worden waren. Diese Gruppen sollten elf von Ungarn vorgelegte Empfehlungen zur Verbesserung der Lage der ungarischen Minderheit in der Ukraine erörtern.
Die Konsultationen sollten in Uschhorod stattfinden, wo bereits eine Delegation aus Kiew eingetroffen war. Nach der Ankunft der ukrainischen Vertreter gab die ungarische Seite jedoch die Verschiebung der Veranstaltung bekannt.
Bekanntlich besteht Ungarn seit dem letzten Jahr auf der Umsetzung von elf Punkten zur Wiederherstellung und Sicherung der Rechte der ungarischen Volksgruppe, die hauptsächlich in Transkarpatien lebt. Die ungarische Regierung hat erklärt, dass die Unterstützung der Ukraine auf ihrem Weg zur Europäischen Union von der Erfüllung dieser Forderungen abhängt.
Bislang wurde kein neuer Termin für die Konsultationen bekannt gegeben. Die ukrainische Seite hat die Gründe für die Verschiebung noch nicht mitgeteilt, und auch Budapest äußert sich nicht öffentlich zu der Situation.

