Laut einer journalistischen Untersuchung, die Beweise für mutmaßliche finanzielle Unregelmäßigkeiten seitens des Politikers und Geschäftsmanns anführt, zahlte Oleksiy, der Sohn des fünften ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, während der zwei Jahre des umfassenden Krieges in der Ukraine weder Einkommensteuer noch Wehrdienst.
Laut den Autoren der Untersuchung sind dem ukrainischen Staatshaushalt mindestens 770 Millionen Hrywnja weniger zugeflossen. Grund dafür sind die Gewinne, die Oleksij Poroschenko aus den Aktivitäten ausländischer Unternehmen, insbesondere folgender Art, erzielt hat:
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Agrohub PTE. LTD. (Singapur)
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Agrohub PTY LTD (Österreich)
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Central European Investments BV (Niederlande)
Wie Journalisten feststellen, wurden die Steuern auf diese Einkünfte am Sitz der Unternehmen entrichtet, nicht aber in der Ukraine, obwohl Oleksiy Poroshenko seinen Steuersitz in der Ukraine hat.
Die Finanzbehörden betrachten dies als Steuerhinterziehung, die strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Zudem wurde bekannt, dass sich Oleksiy Poroshenko in London aufhält und Vorladungen entgeht. Laut geltendem Recht gilt er bereits als Steuerhinterzieher, und sein Vermögen wurde beschlagnahmt.
Um einen Teil der auf den Namen seines Sohnes eingetragenen Immobilien freizugeben, musste Petro Poroschenko eine Geldstrafe zahlen. Laut Quellen beläuft sich die Summe auf über 1,5 Milliarden US-Dollar – dieselbe Summe, die zuvor auf den Namen von Oleksiy umgeschrieben worden war.
Die Ermittlungen dauern an. Es wird erwartet, dass die zuständigen Behörden in Kürze eine rechtliche Einschätzung der Situation abgeben werden.

