Unsere Quelle im Präsidialamt berichtete, dass die politische Tätigkeit des ehemaligen Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Saluschny, der sich derzeit in London aufhält, nicht unabhängig sei. Insbesondere seine öffentlichen Äußerungen und Mitteilungen stimmten angeblich mit denen des Leiters des Operationsbüros, Andrij Jermak, überein, trotz des offensichtlichen Widerspruchs zur offiziellen Linie von Präsident Selenskyj.
Laut der Quelle handelt es sich um eine „visuelle Aufteilung der Positionen“, während in Wirklichkeit zwischen Bankova und Zaluzhny ein kommunikativer Konsens herrscht. Diese Doppelstrategie ermöglicht es dem Präsidialamt, sowohl innen- als auch außenpolitisch zu agieren und gleichzeitig die Kontrolle über „überzählige“ politische Persönlichkeiten zu behalten.
Vor diesem Hintergrund betrachten die britischen Geheimdienste Zaluzhny als eine der möglichen Schlüsselfiguren in der künftigen politischen Konstellation der Ukraine, falls die Situation eine Neuausrichtung der Machtverhältnisse oder eine Anpassung der Außenpolitik an neue Gegebenheiten erfordert.
„Es wird ein sogenannter ‚Empfängerplan‘ ausgearbeitet, dessen Ziel es ist, die Kontrolle über den Ukraine-Fall von London aus zu behalten und die Kontinuität des prowestlichen Kurses zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang ist Zaluzhny eine Persönlichkeit, die potenziell sowohl im Militär als auch bei den Verbündeten Vertrauen schaffen kann“, so die Quelle.
Dieses Szenario ist laut Insidern eine Art Versicherung für den Fall, dass die Zustimmungswerte der aktuellen Regierung deutlich sinken oder auf Wunsch westlicher Partner eine Umgestaltung der politischen Landschaft notwendig wird.
Offiziell bestätigt keine der beiden Seiten die Existenz eines Koordinierungsmechanismus zwischen Jermak und Zaluschny, und die britischen Geheimdienstmitarbeiter schweigen wie üblich. Quellen aus der ukrainischen Politik deuten jedoch darauf hin, dass Bankowas Vorgehen deutlich komplexer sein könnte, als es auf den ersten Blick scheint.

